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ifs Pressemeldung

Röthis, den 3. August 2007

Spiel-Raum für Entwicklung und Selbstständigkeit

ifs unterstützt Jugendliche in der Führung eines eigenständigen Lebens

Wenn die "lieben Kleinen" zu jungen Erwachsenen werden und die Revolution im Kinderzimmer ausrufen, sind Konflikte innerhalb der Familie vorprogrammiert. Die Pubertät ist zumeist eine Phase, in der Jugendliche sich gegen die Erwachsenenwelt auflehnen und den Streit mit ihren Eltern förmlich suchen mal stärker, mal weniger stark. "Lassen sich die Konflikte nicht beilegen, so kann die Situation für die ganze Familie unerträglich werden", weiß DSA Martin Brüstle, Leiter des ifs Ambulant betreuten Wohnens. "Die Distanz des Teenagers zum Elternhaus, zeitlich begrenzt, bietet sich als möglicher Ausweg aus der Krise an."

Können die Probleme zwischen Eltern und pubertierendem Teenager nicht aus eigener Kraft gelöst werden, führen auch ambulante Beratungen zu keiner Entspannung im Zusammenleben, so bietet das ifs Ambulant betreute Wohnen (AbW) Jugendlichen die Möglichkeit, in eine vom AbW angemietete Wohnung zu ziehen, mit dem Ziel aus dieser Situation neue Lösungsmöglichkeiten für die primär familialen Konfliktsituationen zu finden.


Hilfe auf dem Weg in die Selbständigkeit

"Unsere Wohnungen stellen den Jugendlichen ein Experimentierfeld für Entwicklung, Selbständigkeit und Eigenverantwortung zur Verfügung", erzählt Brüstle. "Sie lernen unterstützt durch eine professionell ausgebildete ifs Betreuungsperson, ihren Alltag zu bewältigen, ein eigenständiges Leben zu führen und Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen. Die Treffen mit dem/der BetreuerIn sind fixer Bestandteil des Wochenablaufs, doch das alltägliche Leben vom Einkauf bis zu finanziellen Angelegenheiten muss selbständig gemeistert werden."

Wöchentlich findet mindestens ein Kontakt zwischen dem Teenager und seinem/r persönlichen BetreuerIn statt; bei Bedarf und in akuten Krisensituationen sind mehrere Kontakte möglich. Zudem steht eine "Notfall-Nummer" zur Verfügung, über diese die ifs MitarbeiterInnen Tag und Nacht zu erreichen sind. Während der Kontakte werden Gespräche geführt und gemeinsame Freizeitaktivitäten unternommen. Die Jugendlichen erhalten Unterstützung in der Alltagsbewältigung und zugleich nimmt der/die BetreuerIn seine/ihre Kontrollfunktion wahr.


Distanz als Entschärfung der Krise

Durch die räumliche Distanz werden familiäre Konfliktsituationen entschärft. Eltern wie Kindern wird der nötige Abstand zugestanden, um ihre Probleme reflektieren zu können. Ziel ist es, gemeinsam mit dem/r BetreuerIn eine neue Gesprächsbasis für Eltern und Jugendliche zu finden und eine Entlastung beider Seiten zu erreichen.

"Auch wenn Jugendliche nach ihrem Aufenthalt im AbW oft in eigene Wohnungen ziehen, ist die Einbindung der Eltern doch von enormer Wichtigkeit", weiß Martin Brüstle. "Sie werden in ihrer Erziehungsarbeit und Handlungskompetenz unterstützt. Gegenseitiges Verständnis wird gefördert."

Martin Brüstle
Martin Brüstle

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Fact-Box


ifs Ambulant betreutes Wohnen (AbW)
Leitung: DSA Martin Brüstle
Ganahl-Areal
Schießstätte 14
6800 Feldkirch

Tel.: 05522/75902-0
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