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ifs Pressemeldung

Röthis, den 4. Mai 2007

Institut für Sozialdienste: Das umfangreiche Angebot des ifs wurde 2006 sehr gut angenommen

Wenn einem die Probleme über den Kopf wachsen, wenn Situationen verfahren und ausweglos erscheinen, wenn es in Krisensituationen an Kraft und Perspektiven fehlt - das Institut für Sozialdienste (ifs) bietet krisengeplagten Menschen Hilfe und Unterstützung an. Im vergangenen Jahr wurden rund 30.000 Hilfe suchende Personen dahingehend unterstützt, neue Perspektiven und Kräfte zu entwickeln, um ihre Probleme zu bewältigen und sich gestärkt auf den Weg zu machen.

Beziehungs- und Erziehungsprobleme, Existenzgefährdungen, Zukunftsängste und Fragen rund um den Themenbereich "Selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderungen" bestimmten 2006 den Beratungsalltag des ifs. "Es geht uns so gut wie nie zuvor und trotzdem spüren wir jene Phänomene, die uns belasten und Angst machen", weiß Dr. Stefan Allgäuer, ifs Geschäftsführer, zu berichten. "Alles wird schnelllebiger und dynamischer, alte Lebenskonzepte greifen nicht mehr, es gibt im Leben viele Optionen aber wenig Sicherheit." Diese Form des Lebens bietet viele Chancen, aber auch viele Risiken. Jeder Übergang ist Veränderung und beinhaltet mögliche Krisen und die Chance zu scheitern.

Fragen rund um Partnerschaft, Beziehung, Familie, Erziehung und Schulden standen 2006 im Rahmen der Beratung und Begleitung durch das ifs im Vordergrund. "Probleme werden immer komplexer und Krisen in einem Lebensbereich können oft und rasch dramatische Auswirkungen auf weitere Lebensbereiche haben", weiß ifs Geschäftsführer Dr. Stefan Allgäuer zu berichten und betont die Wichtigkeit der Bereitschaftsdienste der ifs Beratungsstellen: "Heute ist es wichtiger denn je, eine erste Orientierungshilfe umgehend anzubieten und zu differenzieren, wer welche Hilfe benötigt, wer lediglich Orientierung und Informationen braucht oder wo Entwicklungs- und Veränderungsprozesse im Gange sind."


Vom Nutzen sozialer Arbeit

Die Frage nach dem Nutzen sozialer Arbeit und Dienstleistungen stellt sich immer wieder. Allgäuer zeigt sich davon überzeugt, dass der bzw. die Einzelne aber auch die Gesamtgesellschaft von sozialer Arbeit profitieren: "Wenn es in Krisensituationen gelingt, Defizite auszugleichen und Ressourcen neu zu erschließen, wenn Selbständigkeit und Selbsthilfe (wieder)hergestellt werden kann, ist soziale Arbeit sowohl individuell als auch gesellschaftlich gut investiert."

Das Institut für Sozialdienste leistet einen wichtigen Beitrag zu Social Profit. Mit seinem breit gefächerten Angebot ist das ifs in Vorarlberg Flächen decken Anlaufstelle für Menschen in Not und kompetenter Ansprechpartner für besondere Lebensfragen. Es wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass es im Leben eines jeden Menschen schwierige Zeiten gibt und fremde Hilfe ohne ein Gefühl von "Schande" angenommen werden kann.

Egal in welchem Alter oder mit welchen Problemen sich Hilfe suchende Personen an das ifs wenden: Sie können darauf vertrauen, dass sie nicht alleine gelassen werden. Damit leistet das ifs in Vorarlberg einen wichtigen Beitrag zu sozialem Frieden, Gerechtigkeit, Sicherheit und Gemeinwohl.


Zahlen und Fakten

Die Statistik sowie die Bilanz des vergangenen Jahres belegen die hohe Relevanz des ifs und seines Beratungs- und Begleitungsangebotes. 30.338 Menschen wurde weitergeholfen 2006 wurde ein Gesamtumsatz von 16,73 Mio. Euro (2005: 16,03 Mio.) erzielt. Aufgebracht wird diese Summe überwiegend aus dem Vorarlberger Sozialfonds und Ministerien. Der Rest stammt aus Eigenerlägen der Klientinnen und Klienten sowie aus Mitteln des Arbeitsmarkservice und des BSA.


Individuelle Unterstützung für Menschen mit Beeinträchtigungen

Ein besonderer Schwerpunkt im ifs bildet die Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigungen. Deren Leiterin Mag. Elisabeth Tschann betonte, dass die ifs Assistenz Menschen mit Behinderung bei der eigenständigen Lebensführung unterstützt. Die Anliegen sind unterschiedlich wie auch die Angebote und die gemeinsam erarbeiteten Lösungen. Berufliche und soziale Teilhabe für Menschen mit Unterstützungsbedarf sind keine leeren Schlagworte, sondern gelebte Alltagspraxis, wie es die Zahlen verdeutlichen: Fast 3000 Menschen mit Beeinträchtigungen werden in Vorarlberg vom ifs auf ihrem Weg begleitet und unterstützt. Zukunftsplanung, Abklärung, Diagnostik, Clearing, Vermittlung von Arbeitsplätzen, aber auch die Realisierung von mehr Eigenständigkeit, selbständiges Wohnen nach eigenen Vorstellungen, soziale Integration und Tagesgestaltung sind die Kerntätigkeiten in der ifs Assistenz.


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Fact-Box

Institut für Sozialdienste (ifs)
Interpark Focus 1
6832 Röthis
Tel.: 05523/52176
» E-Mail.


Entwicklungen und Neuerungen 2005

  • Neue ifs Fachgruppe "Sozialer Nahraum" - hier sind die Gemeinwesenstellen in den Kommunen und das PRO-Team zusammengefasst.

  • Neu: ifs Bewohnervertretung - im Auftrag des Justizministeriums haben wir diese neue Aufgabe für Vorarlberg übernommen.

  • Delogierungsprävention - vorbeugen ist besser als heilen. Dies gilt vor allem bei überschuldeten Mietern. Wir setzen vor einer Delogierung an, nicht im Nachhinein.

  • Lehrlingscoaching - ein Angebot für Lehrlinge, die Probleme in der Lehre haben und vom Abbruch ihrer Lehre bedroht werden.

  • Lebensqualität Bauernhof - eine Hotline, die in Kooperation mit Landwirtschaftskammer, Bäuerinnen und Land Vorarlberg eingerichtet wurde und ein spezielles Angebot für Bäuerinnen und Bauern darstellt.



Aktuelle und Neues

  • Kinderbeistand - mit Jänner diesen Jahres beginnt das Projekt "Kinderbeistand" für die Bezirke Feldkirch und Bludenz, das in enger Kooperation mit den Gerichten durchgeführt wird.

  • Umsetzung Finanzführerschein - seit Frühjahr 2006 setzt die ifs Schuldenberatung das Konzept des "Finanzführerscheins" um. Das österreichweit einzigartige Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen in drei Etappen den richtigen Umgang mit Geld vertraut zu machen.