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ifs Pressemeldung

Röthis, den 20. September 2007

Vorbeugende Maßnahmen gegen Wohnungsverluste

Am Mittwoch, den 19. September 2007 präsentierten die Vorarlberger Landesregierung und das Institut für Sozialdienste das Projekt Delogierungsprävention Vorarlberg . Zahlreiche Interessierte folgten den Ausführungen der geladenen Expertinnen sowie der anschließenden Diskussion, in die sowohl internationale als auch nationale Erfahrungen einflossen.

Die Eröffnung der Tagung erfolgte durch Landesrätin Dr. Greti Schmid. Diese lobte die gute Zusammenarbeit aller Systempartner und bedankte sich für deren Engagement. Zudem betonte sie die Wichtigkeit der Weiterführung des Projektes "Delogierungsprävention", das mit Ende diesen Jahres seine Pilotphase beendet.

Die Koordinatorin des Projektes, DSA Heidi Lorenzi, erläuterte die Vorarlberger Erfahrungen. Die Installation des Projekts "Delogierungsprävention" wurde im Herbst 2005 vom Vorarlberger Sozialfonds genehmigt. Als weitere Finanzierungspartner konnten der Landeswohnbaufonds, die gemeinnützigen Wohnbauträger Vogewosi, Alpenländische Heimstätte sowie die Wohnbauselbsthilfe gewonnen werden. Mit der Koordination und Umsetzung des Konzeptes wurde das Institut für Sozialdienste betraut, wobei dies in enger Kooperation mit Städten, Gemeinden, Wohnbauträgern, Behörden und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe erfolgte. Vorrangiges Ziel des Projektes ist es, von Delogierung bedrohten Personen rasche und niederschwellige Hilfe anzubieten und somit die Wohnsituation langfristig und nachhaltig zu sichern.

In der zweijährigen Projektphase bewährte sich die Zusammenarbeit der Systempartner sowie das Verfolgen gleicher Ziele. Es zeigte sich, dass viele Betroffene die sozialen Sicherungssysteme nicht kennen und Delogierungsprävention nicht nur auf den Einzelfall beschränkt werden darf, sondern auch auf der strukturellen Ebene betrachtet werden muss.

Dr. Susanne Gerull, Sozialwissenschaftlerin aus Berlin, ging in ihrem Vortrag auf die Fragestellung, welche Hilfemaßnahmen sich gemäß deutschen Erfahrungen eigenen, um einen drohenden Wohnungsverlust nachhaltig abzuwenden, ein. Als besonders interessant erwiesen sich deren Ausführungen, da diese einen internationalen Vergleich ermöglichten.

DSA Renate Kitzman stellte die Fachstelle für Wohnungssicherung Wien (FAWOS) vor und gewährte den Anwesenden einen Einblick in die Arbeitsweise dieser Einrichtung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Delogierung und nachfolgende Wohnungslosigkeit zu vermeiden. Des Weiteren stellte Kitzman die gesamtösterreichische Situation dar und wies auf die Wichtigkeit der Vernetzung aller Delogierungspräventionsstellen Österreichs hin, da gemeinsam viel mehr bewegt werden könne.

Die folgende Diskussionsrunde wurde durch zahlreiche interessante Wortmeldungen der Anwesenden belebt. Einmal mehr wurde die Bedeutsamkeit der Nachbetreuung von Betroffenen sowie die Wichtigkeit einer Weiterführung des Projektes "Delogierungsprävention" betont. 

Diskussionsrunde
Diskussionsrunde
Heidi Lorenzi
Heidi Lorenzi

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Fact-Box

ifs Delogierungsprävention
Leiterin:
Heidi Lorenzi
Interpark Focus 1
6832 Röthis

Tel.: 05523/52176
Fax: 05523/52176-21
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