SEITENBEREICHE


zur ifs Homepage.

ifs Pressemeldung

Röthis, 28. August 2006

ifs Beratungsstelle Feldkirch: Muttersprachliche Beratung für süd- und mittelamerikanische ImmigrantInnen

Sprache spielt in allen Lebensbereichen eine herausragende Rolle - und kann bei Nichtverstehen zu einem großen Hindernis werden. Vor allem ImmigrantInnen aus nicht-deutschsprachigen Ländern stehen vor großen Problemen, denn nicht nur die Umgebung und Menschen, sondern auch die Sprache ist fremd. Als besonders problematisch erweisen sich sprachliche Hindernisse, wenn man in Krisensituation Hilfe sucht. Die Muttersprache spielt vor allem in der Beratung eine herausragende Rolle. "Die Beratungsstelle Feldkirch hat auf die Bedeutsamkeit der Muttersprache in der Beratung reagiert. Neben türkischsprachiger Beratung bieten wir unseren Klientinnen und Klienten zudem die Möglichkeit, Beratungsgespräche in Spanisch zu führen", zeigt sich DSA Klaus Dünser, Leiter der ifs Beratungsstelle Feldkirch stolz auf die Entwicklung des neuen Schwerpunktes.

Die Nachfrage an Beratung für ImmigarntInnen nimmt ständig zu. Seit einiger Zeit bietet die ifs Beratungsstelle Feldkirch Beratungsgespräche in Spanisch an, da neben türkischsprachigen Zuwanderern vor allem die Zahl der Heiratsimmigrantinnen aus Süd- und Mittelamerika zunimmt. "Diese Frauen sind sehr engagiert und interessiert, sich zu integrieren, stehen jedoch vor allen erdenklichen Startschwierigkeiten", weiß Dünser zu berichten. "Wir versuchen, den Frauen in dieser schwierigen Zeit zur Seite zu stehen, und dabei spielt vor allem deren Muttersprache eine wichtige Rolle. Beratung in der Muttersprache bedeutet nicht nur, dass Lösungsansätze für Probleme präsentiert werden. Durch Gespräche in der Muttersprache wird in der Beratung ein stückweit Heimat und Geborgenheit erlebt." Eine Beraterin, die fließend Spanisch sprich, begleitet und unterstützt südamerikanische Immigrantinnen auf deren Weg zur Integration.

Menschlichkeit in der Beratung

Einen weiteren Schwerpunkt der Beratungstätigkeit des ifs Feldkirch bildet die Ausrichtung auf Familien. Dabei stehen nicht nur herkömmliche Familiengebilde im Zentrum. Zunehmend richtet sich der Fokus auf neue Familienformen wie Patchwork- und Stieffamilien, AlleinerzieherInnen etc. Diese neuen Formen des Zusammenlebens bringen neue Probleme mit sich und erfordern neue Denkansätze und Wege in der Beratung. So sind die BeraterInnen stets gefordert, sich weiterzuentwickeln und auf die Bedürfnisse der KlientInnen zu reagieren. "Wir legen besonderen Wert darauf, dass unsere Beraterinnen und Berater sowohl fachliche Qualität als auch Mitmenschlichkeit in die Gespräche mit einbringen - eine gute Mischung aus diesen beiden Komponenten macht die Kunst der Beratung aus", so der ifs Stellenleiter von Feldkirch. "In der Beratung soll sich eine Beziehung zwischen zwei Menschen, nicht zwischen Berater und Problemträger entwickeln."

Kindeswohl in Obsorgekonflikten

Auch dem Kindeswohl im Bereich der Obsorgekonflikte kommt besondere Bedeutung zu. Die ifs Beratungsstelle Feldkirch bietet Beratung in solchen Krisensituationen, versucht zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln und arbeitet eng mit dem Bezirksgericht zusammen. "Eltern sollen trotz Streit nicht die Bedürfnisse und Gefühle ihrer Kinder vergessen. Kinder dürfen in solchen Situationen nicht zum Spielball der streitenden Parteien werden", warnt Dünser. Besondere Sorgfalt ist auch bei der Entstehung neuer Stieffamilien geboten, da sich in solchen Situationen oft neue Kränkungen ergeben können.


Schriftgröße

Zurück zu Pressemeldungen 2006.

 
Fact-Box

ifs Beratungsstelle Feldkirch
Leitung: DSA Klaus Dünser
Ganahl-Areal
Schießstätte 14
6800 Feldkirch

Tel: 05522/75902-0
» E-Mail.