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ifs Pressemeldung

Röthis, 16. August 2006

ifs Sachwalterschaft immer wichtiger

Starker Zuwachs bei jungen Menschen mit psychischer Krankheit

Wer kümmert sich um soziale Betreuung, um finanzielle und materielle Angelegenheiten, wenn Personen mit zunehmendem Alter, durch psychische Krankheit oder Behinderung nicht mehr selbst dazu in der Lage sind? Wer ist für diese Menschen da, wenn Angehörige solche Angelegenheiten nicht übernehmen können? Mag. Florian Bachmayr-Heyda, Leiter der ifs Sachwalterschaft, weiß diese Fragen zu beantworten: "Sachwalter sind gesetzliche Vertreter für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischer Krankheit. Die ifs Sachwalterschaft steht Personen, die ihre Angelegenheiten nicht ohne Gefahr einer Benachteiligung selbst erledigen können und keine geeigneten Angehörigen haben, persönlich und kompetent zur Seite."


Im vergangenen Jahr hat die ifs Sachwalterschaft die höchsten Fallzahlen seit ihrem 20-jährigen Bestehen verzeichnet. Während viele Jahre hindurch vor allem immer demente Personen der gesetzlichen Vertretung durch SachwalterInnen bedurften, verzeichnete die ifs Sachwalterschaft im letzten Jahr einen verstärkten Zuwachs von jungen Menschen mit psychischer Krankheit. Um den hohen KlientInnenandrang zu meistern und zugleich den hohen qualitativen Standard der Arbeit bewahren zu können, setzt die ifs Sachwalterschaft auf eine Zusammenarbeit von hauptberuflichen und ehrenamtlichen SachwalterInnen. Hauptberuflich tätige SachwalterInnen bringen die erforderliche Fachlichkeit mit in die Arbeit ein. Ehrenamtlich tätige Personen verfügen über ein hohes Engagement und können sich verstärkt intensiv um Einzelpersonen kümmern, sich Einzelschicksalen annehmen.

Gesetzliche Veränderungen

Einer der derzeitigen Schwerpunkte der ifs Sachwalterschaft ist neben der KlientInnenarbeit die Vorbereitung auf das mit Juli 2007 in Kraft tretende neue Sachwaltergesetz. Mit den damit verbundenen gesetzlichen Veränderungen soll die Rechtsautonomie im Alter verstärkt und die Idee der Sachwalterschaft betont werden insbesondere durch zwei neue rechtliche Möglichkeiten, die Vertretungsmacht naher gesetzlicher Angehöriger und eine gesetzlich verankerte Vorsorgevollmacht. Die gesetzliche Vertretung von Angehörigen wird dazu beitragen, dass im familiären Bereich weniger Sachwalter notwendig werden, da beispielsweise Kinder deren Eltern bei Demenz vertreten können und kein Sachwalter bestellt werden muss. Die Vorsorgevollmacht ermöglicht, dass angehörige Personen benannt werden, welche die Vollmacht übernehmen, sobald man selbst nicht mehr geschäftstüchtig ist.

Strukturelle Veränderungen

Neben den gesetzlichen Veränderungen stehen der ifs Sachwalterschaft zudem strukturelle Veränderungen ins Haus. Im Herbst wird eine Übersiedelung dieser ifs Stelle Stelle innerhalb Feldkirchs stattfinden und 2007 wird die neue Stelle in Dornbirn bezogen. Diese räumlichen Verbesserungen werden dazu führen, dass man noch regionaler arbeiten kann, noch stärker in der Region verwurzelt ist und die Nähe zu den KlientInnen intensiviert wird. Auch die Einbindung der vielen ehrenamtlichen SachwalterInnen im Ländle wird dadurch verbessert.


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Fact-Box

ifs Sachwalterschaft
Leiter: Mag. Florian Bachmayr-Heyda
Marktplatz 10/1
6800 Feldkirch

Tel: 05522/75191
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