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ifs Pressemeldungen

Röthis, 11. August 2006

ifs NASA verhindert jugendliche Bruchlandung

NASA in Vorarlberg hat nichts mit Raumfahrt zu tun und auch nichts mit dem Dialektwort für Nase vielmehr begleitet und unterstützt NASA Jugendliche, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. NASA ist eine nachgehende sozialpädagogische Betreuungsform für Jugendliche. Gewöhnliche NASA-MitarbeiterInnen setzen außergewöhnliche und individuelle Methoden ein, um die Jugendlichen zu erreichen und direkt in deren persönlichem Umfeld zu arbeiten: mitfühlen, mitdenken und mitgestalten gehören ebenso dazu wie mitphantasieren und mitwachsen.


NASA-Arbeit ist anders als herkömmliche sozialpädagogische Angebote und das schon seit mittlerweile fünf Jahren. Das Projekt NASA hat sich zu einem fixen und gefragten Bestandteil der Vorarlberger Jugendbetreuung etabliert. Um in der NASA-Arbeit den wichtigen ersten Schritt tun und eine Beziehung zwischen Jugendlichem und BetreuerIn aufzubauen zu können, bedarf es mehrerer Fertigkeiten als in der Theorie gelehrt werden. NASA-MitarbeiterInnen sind dazu bereit, außergewöhnliche Methoden anzuwenden auch wenn dies erfordert, die Schuhsammlung um gelb geblümten Stiefeln aus Gummi zu erweitern, einer zurückhaltenden Jugendlichen in den Kuhstall ihres Vaters zu folgen, um deren Alltag zu begreifen.

NASA bedeutet Veränderung und Bereicherung

NASA-Arbeit stellt den Inbegriff von Entwicklung dar. Durch mitfühlen, mitdenken, mitgestalten, mitphantasieren und mitwachsen stellt diese einen gemeinsamen Prozess der Betreuung dar, den sowohl Jugendliche als auch deren Betreuer intensiv erleben. Entwicklung wird als Möglichkeit, Weltanschauungen zu verändern oder zu bereichern, verstanden. Auch geht es darum, Neues für das eigene Leben zu entdecken und möglicherweise ins eigene Lebenskonzept einzubauen.

Vom Nachgehen und Nachlaufen

Manchmal wird der bezeichnende Begriff nachgehend (nachgehende sozialpädagogische Arbeit) im eigentlichen Sinne des Wortes Zentrum dieser Arbeit und je nach Tempo der Jugendlichen kann dies schon mal ein Nachlaufen werden. Hilfreich stellt sich heraus, wenn Eltern, die diesen Prozess beobachten, Tipps geben, in welche Richtung die BetreuerInnen laufen sollen, um die Jugendlichen greifbar zu machen. So kann es vorkommen, dass man einem Jugendlichen bis ins Kellergeschoß folgt, um mit ihm in Beziehung treten zu können. Das Finden des Jugendlichen bei einem unangeleiteten Versteckspiel eröffnete erste Möglichkeiten, um die Arbeit miteinander aufzunehmen. Dadurch sind auch Fitness und Durchhaltevermögen sowie Spaß am Entdecken unabdingbare Eigenschaften des NASA-Teams.

NASA-Arbeit braucht selbstverständlich Fertigkeiten aus Pädagogik, Psychologie, Sozialarbeit, Kommunikationswissenschaften, Mediation und Kreativität, doch das alleine genügt noch nicht, um NASA lebendig zu machen. Auch handwerkliches Geschick und Engagement wird sichtbar, wenn sich eine NASA-Mitarbeiterin in den blauen Overall wirft und mit Spachtel und Farbe an der dringend notwendigen Renovierung der Wohnung eines Jugendlichen Hand anlegt. Diese Handwerksarbeiten wirken folglich nicht nur in Form von einem gemütlichen Zuhause, sondern auch in Form einer intensivierten Beziehung zum NASA-Betreuer nach.


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ifs Nachgehende Sozialpädagogische Arbeit (NASA)

Leiter: DSA Martin Brüstle
Ganahl Areal
Schießstätte 14
6800 Feldkirch
Tel.: 05522/75902-0
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NASA- Kontakte / Anfragen / Infos

Udo Müller
Tel.: 0650 / 405 04 14
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