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ifs Pressemeldung

Röthis, 02. Juni 2006

Opfer von häuslicher Gewalt nicht alleine lassen

ifs Interventionsstelle leistet wichtige Hilfestellungen und tritt für Gewaltprävention ein

Ein Blick hinter die Fassade zeigt, dass häusliche Gewalt sei diese seelischer, körperlicher oder sexueller Art weit verbreitet ist. Die Opfer, welche größtenteils weiblich sind, brauchen Hilfe, um einen Weg aus ihrer scheinbar auswegslosen Situation zu finden. Die ifs Interventionsstelle hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Bereich des Opferschutzes aktiv zu werden und Opfern von häuslicher Gewalt Hilfe anzubieten, damit diese mit ihren Gewalterfahrungen nicht alleine gelassen werden.


Im vergangenen Jahr haben die Mitarbeiterinnen der ifs Interventionsstelle Handeln gegen Gewalt in der Familie 454 KlientInnen betreut und begleitet. 60% der Personen wurden von der Polizei an die Interventionsstelle überwiesen. 25% der KlientInnen fanden über Vermittlung von Behörden und Institutionen den Weg in die Beratung und 15% haben persönlich den Kontakt mit der ifs Interventionsstelle aufgenommen.

Kinder sind immer Opfer häuslicher Gewalt

In 61% der betroffenen Familien, die 2005 von der ifs Interventionsstelle beraten wurden, lebten minderjährige Kinder. Diese 513 Kinder sind alleine durch das Miterleben der Gewalt mit betroffen. Häusliche Gewalt stellt eine Form psychischer Gewalt gegen Kinder dar. Gewalt gegen eine Bezugsperson mitzuerleben, fügt Kindern massiven Schaden zu, egal ob sie direkt davon betroffen sind oder nicht. Wenn jener Ort, der Kindern Schutz und Geborgenheit bieten sollte von Gewalt geprägt ist, hinterlässt dies in der seelischen Entwicklung der Kinder schwerwiegende Schäden , weiß DSA Ulrike Furtenbach, Mitarbeiterin der ifs Interventionsstelle, zu berichten und verlangt: Kinder als Betroffene von häuslicher Gewalt müssen gehört werden!

Intensivierung der Zusammenarbeit und Verbesserung gesetzlicher Grundlagen

Ein besonderes Augenmerk richtete sich im vergangenen Jahr auf die Intensivierung der Zusammenarbeit mit jenen Berufsgruppen, die für den Schutz und die Sicherheit der Opfer zuständig sind , so die Leiterin der ifs Interventionsstelle Elisabeth Kiesenebner Bauer. Zudem zeigt sie sich erfreut, dass die gesetzlichen Grundlagen verbessert wurden. Neben der Novellierung des Verbrechensopfergesetzes wurden die Opferrechte erweitert und mit Juli 2006 tritt ein Anti-Stalking-Gesetz in Kraft, mit welchem die beharrliche Verfolgung strafbar wird. Wir unterstützen Opfer gerne dabei, bei Gericht eine einstweilige Verfügung zu beantragen und somit dem Psychoterror Einhalt zu gebieten .

Schutz und Sicherheit für Opfer

Primäres Ziel der Interventionsstelle ist die Erhöhung von Schutz und Sicherheit für Opfer häuslicher Gewalt sowie die Verhinderung weiterer Gewalttaten. Kiesenebner Bauer betont: Alle gemeinsamen Bemühungen der ifs Interventionsstelle sollen dazu führen, dass die Opfer häuslicher Gewalt immer mehr darauf vertrauen können, dass sie Hilfe bekommen und mit ihrem Schicksal und ihren Gewalterfahrungen nicht alleine gelassen werden.


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