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ifs Pressemeldung

Röthis, 10. Februar 2006

Der Handlauf: wichtige Stütze im Senionerenhaushalt

Die Anforderungen sind eigentlich gar nicht so hoch: schlicht und einfach rund sollte er sein und horizontal über die erste und letzte Stufe hinausragen. Wenn er dann noch einen Durchmesser von wenigstens 30 Millimeter hat, wäre so gut wie alles in Ordnung. Ist es in den meisten Fällen aber nicht. Denn Handläufe werden nach wie vor als architektonische Nebensache betrachtet und dementsprechend nachlässig ausgeführt. Man muss schon froh sein, wenn bei Treppen und Aufgängen überhaupt ein Handlauf existiert , merkt Baumeister Ing. Hermann Mayer, Leiter der ifs Beratungsstelle Menschengerechtes Bauen kritisch an.

Sowohl bei Architekten als auch Bauherrn sei das Bewusstsein speziell in dieser Sache noch nicht besonders ausgeprägt. Und den Behörden ist es leider ebenfalls egal, wie ein Handlauf aussieht , bedauert Mayer. Dabei kann gerade dieses Detail für ältere Menschen ein wichtiges Stück Selbstständigkeit bedeuten. Mit Handlauf, und da muss man kein großer Denker sein, lassen sich Stiegenaufgänge eben leichter bewältigen als ohne.

Doch Handlauf ist nicht gleich Handlauf. In Holz geschnitzte Kanten und Rillen mögen vom gestalterischen Standpunkt aus zwar attraktiv sein, ihren Zweck erfüllen sie nicht. Der Kraftaufwand ist für den Benutzer zu hoch , erklärt Hermann Mayer den Grund. Den geringsten Krafteinsatz beim Greifen erfordern runde Handläufe. Personen, die einen Handlauf brauchen, verfügen meist ohnehin schon über weniger Kraft , verdeutlicht der Baufachmann. Das gilt vor allem und im Besonderen für Senioren.

Der Trend zu Handläufen aus Metall kommt dem Sicherheitsgedanken zwar entgegen, weil sie ausschließlich rund gefertigt sind. Oft fehlt es aber an den ebenso wichtigen Details , weiß Hermann Mayer. Das heißt, sie enden abrupt an der oberen und unteren Treppenkante, statt ein Stück darüber hinaus zu laufen, was noch den letzten Schritt erleichtern würde. Deshalb ist eine gute Beratung auch bei so vermeintlich nebensächlichen Elmenten wie einem Handlauf von enormer Wichtigkeit. Besser vorher, aber auch im Nachhinein lassen sich Handläufe relativ problemlos richtig stellen.

Eine deutliche Kennzeichnung der ersten und letzten Stufe mittels farbigem Band könnte ebenfalls einiges zur Sicherheit im Seniorenhaushalt beitragen.


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Nähere Informationen:

ifs Beratungsstelle Menschengerechtes Bauen
Vorarlberger Wirtschaftspark
A-6840 Götzis

Tel.: 05523/55826
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Dies ist ein Informationsbeitrag im Rahmen der Aktion Sichere Gemeinde.