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ifs Pressemeldung

Röthis, 29. November 2005

Stopp dem Lehrabbruch - ifs Lehrlingscoaching

Jugend-Arbeitslosigkeit aktiv entgegenwirken

Immer mehr Lehrling brechen die Lehre wegen schulischer und sozialer Probleme ab. Mit dem Projekt ifs Lehrlingscoaching wird gegengesteuert. "Erfolgreich", wie Ulrike Valentini, Geschäftsführerin von ifs Okay und Leiterin des Lehrlingscoaching darlegt: "Im Pilotjahr 2004/2005 haben wir bereits 70 Lehrlinge betreut und vielfach drohende Arbeitslosigkeit verhindern können. Allein in den Monaten September und Oktober 2005 kamen wieder 20 neue Jugendliche zum Lehrlingscoaching."

Das Coaching umfasst die Beratung und Begleitung von Lehrlingen oder Lehrabbrechern. Neben den Jugendlichen werden auch betroffene Eltern, Arbeitgeber und Berufsschul-lehrerInnen, die Rat bei den ausgebildeten Beraterinnen suchen, unterstützt.

Land Vorarlberg und AMS finanzieren das innovative Projekt.

Kooperation der Sozialpartner

Für Valentini sind die jüngsten Erfolge des Lehrlingscoaching auch Ausdruck der guten Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern: "Die Wirtschaftskammer bewirbt das Angebot des Lehrlingscoachings bei ihren Mitgliederbetrieben. Eine Kooperation besteht auch über das Seminarangebot der Vorarlberger Volkswirtschaftlichen Gesellschaft VVG für Lehrlinge.

Als sehr hilfreich für die betroffenen Lehrlinge bezeichnet Valentini die enge Kooperation mit der Lehrlingsstelle der Arbeiterkammer. Die Sozialpartner eröffnen durch die gute Zusammenarbeit neue Lösungswege für Lehrling und Lehrbetrieb.

Die Coaches unterstützen dabei sowohl den Lehrling als auch den Arbeitgeber. Konflikte auf betrieblicher Ebene konnten mehrfach durch die externe Beratung und Vermittlung zwischen Vorgesetzten und Lehrling geklärt werden.

Hilfe und Unterstützung "Nicht erst wenn der Hut brennt"

Die Nachfrage nach Hilfe steigt. Für die beiden ausgebildeten Beraterinnen Mag. Simone Hallwirth und DSA Claudia Jankovsky ist es besonders erfreulich, dass die Jugendlichen das Angebot in einem früheren Stadium der Problemerkennung in Anspruch nehmen und nicht erst "wenn der Hut brennt" - was im Pilotjahr oft der Fall war.

Valentini betont die präventive Wirkung des Coachingangebotes: "Die Pilotphase ist abgeschlossen. Die Maßnahmen greifen und die Jugendlichen, Arbeitgeber und Eltern haben Vertrauen in uns. Dank der guten Arbeit aller Beteiligten werden Probleme frühzeitig erkannt und professionell bearbeitet. Diese Form der Arbeitsplatzsicherung wirkt nachhaltig."

Über Probleme reden und handeln

Nicht nur schulische und soziale Probleme stehen beim Coaching auf dem Programm. Viele Jugendliche suchen nach beruflicher Neuorientierung oder benötigen aktive Unterstützung im Bewerbungsverfahren. Ein Sozialkompetenz-Training in Kleingruppen fördert die Stärken der Lehrlinge und gibt Selbstvertrauen. Im gesamten Prozess werden - unter Beachtung der Individualität des Lehrlings und der Fragestellung - moderne Methoden der Sozialpädagogik und der Konfliktlösung angewandt.

Das Lehrlingscoaching wird in ganz Vorarlberg angeboten, Coaching-Stellen sind im Institut für Sozialdienste in Dornbirn und Feldkirch eingerichtet.

Die Inanspruchnahme ist für den Lehrling kostenfrei. Die Beratung erfolgt auf Wunsch vor Ort, zuhause oder im Betrieb. Ein Erstgespräch ist auch im "aha - Tipps und Infos für junge Leute" möglich, wo regelmäßige Beratungsstunden stattfinden. 


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Fact-Box

Das Lehrlingscoaching wird in ganz Vorarlberg angeboten.
Coaching-Stellen sind im Institut für Sozialdienste in Dornbirn und Feldkirch eingerichtet.

Die Erstanmeldung erfolgt durch den Lehrling selbst
per Telefon/SMS unter 0664 1452 789
oder per » E-Mail..

Die Inanspruchnahme ist für den Lehrling kostenfrei. Die Beratung erfolgt auf Wunsch vor Ort, zuhause oder im Betrieb. Ein Erstgespräch ist auch im "aha - Tipps und Infos für junge Leute" möglich, wo regelmäßige Beratungsstunden stattfinden.