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ifs Pressemeldung

Röthis, 2. Dezemer 2004

3. Dezember 2004 – Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

ifs: Menschen wie du und ich

Die Vereinten Nationen (UN) haben im Jahr 1992 den 3. Dezember zum alljährlichen Internationalen Tag behinderter Menschen ausgerufen. Dieser Tag wird weltweit zu Aktionen genutzt, um die Ziele der vollen Teilnahme und Gleichstellung behinderter Menschen zu erreichen. In Vorarlberg geben sich die Verantwortlichen kämpferisch.

Die ifs Reha setzt im Bereich Behindertenberatung neue Akzente und gibt sich mit dem Erreichten keineswegs zufrieden. „Das Jahr 2003 als internationales Jahr für Menschen mit Behinderung hatte zwar eine erste Signalwirkung in der Bevölkerung, jetzt geht es aber darum diesen Bewusstwerdungsprozess weiterzuführen“ so Ulrike Valentini, Geschäftsführerin der ifs Reha. Darum wird das ifs das gesamte Jahr 2005 ins Zeichen der Menschen mit Behinderung stellen. Valentini kämpferisch: "Ziel aller Bemühungen und öffentlichen Aktivitäten ist eine nachhaltige Bewusstseinsveränderung in der breiten Bevölkerung. Behinderte Menschen sollen als das gesehen werden, was sie vor allem sind - Menschen wie du und ich". Die visionäre Leitidee der ifs Profis, "Menschen mit Behinderung müssen in Hinkunft nicht mehr integriert werden, weil sie schon allgemein akzeptiert und selbstverständlich mitten in der Gesellschaft leben." Der Weg dorthin ist noch weit, weil Menschen mit Behinderungen immer noch von "außen behindert" werden. Ein Leitspruch für 2005 heißt folgerichtig "Normal bin ich nicht behindert."

"Behinderte Menschen werden als das gesehen was sie sind - Menschen wie du und ich" so Elisabeth Tschann vom ifs Dialog. Menschen mit Behinderung müssen daher nicht mehr integriert werden, weil sie schon mitten in der Gesellschaft leben.

Trotzdem werden sie durch der Gesellschaft nach wie vor von "außen behindert". Oft fehlt es an der Toleranz der Bevölkerung, stellt Elisabeth Tschann fest.

Behinderung in die Normalität führen

Die ifs Reha hat sich zum Ziel gesetzt Behinderung zu einer Normalität hinzuführen.

Neben der Bewusstseinsbildung steht aber auch die Stärkung der KlientInnen im Vordergrund.

"Den behinderten Menschen soll durch eigene Erfahrungen der Mut gegeben werden so weit wie möglich eigenständig zu leben. In Teilbereichen brauchen sie Unterstützung und hier helfen wir mit Betreuungsangeboten. Aber von vornherein alle Bereiche des Lebens abdecken, ohne die Betroffenen zu fragen, wollen wir nicht. Wir wollen sie motivieren und vorhandene Stärken herausholen" so Valentini.

Eigenständiges Wohnen

Dies ist auch das Prinzip im Bereich des eigenständigen Wohnens: eine individuell angepasste Begleitung und Unterstützung ermöglicht es Menschen mit Behinderung eigenständig zu leben.

Auch Angelika Würbel, Leiterin des ifs Fundament stellt klar: „Wir unterstützen Menschen mit Behinderung in ihrer Entwicklung; Voraussetzung dafür ist, von dem aus zugehen was jemand ist und kann, und ihn in seinem "Sosein" zu unterstützen“

Vor allem in den Übergängen des Lebens, zum Beispiel von der Schule in die Berufswelt oder bei der Ablösung vom Elternhaus, bieten die ifs Reha, der ifs Dialog und das ifs Fundament gezielt Unterstützung an. In einem Clearing-Prozess wird den Jugendlichen ein Jahr vor dem Ende ihrer Schulzeit, Möglichkeiten von Berufsausbildungen aufgezeigt. Dadurch wird den Jugendlichen durch die Herausarbeitung ihrer Stärken frühzeitig eine Entscheidungshilfe angeboten.

Arbeitsvermittlung und Beratung

Eines der Hauptziele des ifs ist es, Menschen mit Behinderung und ArbeitgeberInnen zusammenzubringen. Momentan arbeiten rund 1200 Kunden der ifs Reha am ersten Arbeitsmarkt in Vorarlberg. Ein weiteres Standbein stellt die Beratung dar. Das Institut für Sozialdienste versteht sich als DIE Beratungsstellen in allen Fragen für Menschen mit Behinderung und deren Umfeld, sei dies nun in Rechtsfrage, finanziellen Fragen, Beziehungsfragen oder auch die Ablösung vom Elternhaus. Ziel ist die Bewusstmachung nach außen, dass es sich dabei um eine professionelle Hilfestellung handelt, die genauso wie die anderen ifs Beratungsstellen anonym, neutral und zur Verschwiegenheit verpflichtet ist.

Bildungsangebot

Mit dem ifs Kreisel steht behinderten und nichtbehinderten Menschen ein vielseitiges Fortbildungsprogramm offen, das von Computerkursen bis zu Koch-Treffs reicht und Menschen mit Bildungsbenachteiligung hilft. Auch Firmen und Museen können beim Kreisel Schulungen für ihre Mitarbeiter anfordern, damit diese Hemmungen im Umgang mit Menschen mit Behinderung verlieren und deren speziellen Bedürfnisse kennen lernen. Die MitarbeiterInnen-Fortbildung wird dabei der Zielgruppe und den Wünschen des Betriebs angepasst.


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