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ifs Pressemeldung

Röthis, 12. August 2004

Beim Bauen an die Zukunft denken heißt auch Kosten sparen

Im ersten Halbjahr erneut mehr Ratsuchende bei ifs Menschengerechtes Bauen

Zunehmend wird in Vorarlberg der Stellenwert erkannt, den barrierefreie Wohn- und Geschäftsräume für die Menschen haben. Die ifs Beratungsstelle Menschengerechtes Bauen verzeichnete im ersten Halbjahr um 14 Prozent mehr Einzelanfragen gegenüber 2003.

"Die größten Zuwächse bei den Anfragen verzeichnen wir eindeutig in dem Bereich, wo es um die nachträgliche Anpassung von Wohnräumen für ältere Menschen geht", betont Baumeister Ing. Hermann Mayer, der Leiter der ifs Beratungsstelle: "Die älteren Menschen kommen nach Hause und stellen irgendwann fest, dass es so nicht mehr geht." Stufen müssen überwunden werden, der fehlende Halt in Treppenhäusern oder im Bad führt zu Unsicherheit und damit zu gefährlichen Situationen, nennt Mayer zwei markante Beispiele.

"Unser Anliegen ist deshalb seit Jahren die Vorbeugung. Wir alle werden älter und stehen eines Tages vor solchen Barrieren, die einem jungen Menschen nicht auffallen und für ihn auch kein Problem darstellen. Spätere Umbauten sind aber teuer, das wissen wir alle." Deshalb ist Mayer froh, dass eindeutige Bestimmungen zum barrierefreien Bauen in die Richtlinien zur Wohnbauförderung des Landes Vorarlberg aufgenommen worden sind. Das werde in Vorarlberg zu "intelligenterem Bauen führen: In dem Sinn, dass es ganz normal wird, schon von Beginn an daran zu denken, welche Hürden sich später einmal ergeben könnten."

Für den Privaten gehe es neben den Kosten primär darum, in den drei wichtigsten Punkten sinnvoll vorzubeugen: stufenloser Zugang, ebenerdiger Sanitärbereich und Türenbreiten, die sich nach einem Unfall oder bei einer Behinderung nicht als unüberwindbar herausstellen.

Bei den "Hüslebauern" ist dieses Denken noch nicht als selbstverständlich verbreitet, während die ifs Beratungsstelle Menschengerechtes Bauen im VWP in Götzis in den vergangenen Monaten von privaten Wohnbauträgern regelrecht bestürmt wird: "Sie haben erkannt, dass eine barrierefreie Ausgestaltung auch ein Verkaufsargument ist." Auch auf anderem Gebiet greift der zeitgemäße Ansatz: Die Vorarlberger Gebietskrankenkasse knüpft einen neuen Vertrag mit einem Arzt an die Bedingung, dass die Ordination barrierefrei erreichbar ist. Für den Umbau von bestehenden Arztpraxen gibt es neuerdings einen großzügigen Zuschuss vom Bundessozialamt. Mayer: "Auch hier wird sich in nächster Zeit sehr viel tun!"

Der Zug geht also in die richtige Richtung, freut sich Hermann Mayer über die Früchte der jahrelangen Aufbauarbeit und Bewusstseinsbildung durch das ifs. Die ifs Beratungsstelle Menschengerechtes Bauen informiert und unterstützt seit 1990 Ratsuchende fachkundig und unkompliziert. Im Vorjahr wurden an die 500 Personen in einem persönlichen Gespräch beraten, dazu kamen 871 telefonische Anfragen.


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Fact-Box

ifs Beratungsstelle Menschengerechtes Bauen
Leiter: Baumeister Ing. Hermann Mayer
Vbg. Wirtschaftspark
6840 Götzis

Tel.. 05523/55826-0
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