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ifs Bewohnervertretung

ifs Bewohnervertretung

Freiheit. Würde. Sicherheit.

Wissenswertes über freiheitsbeschränkende Maßnahmen in Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und Krankenhäusern

Die ifs Bewohnervertretung
Immer, wenn im Pflegeheim, in einer Behinderteneinrichtung oder im Krankenhaus  eine freiheitsbeschränkende Maßnahme angeordnet wird, muss die ifs Bewohnervertretung benachrichtigt werden. Gemeinsam mit dem Betreuungsteam suchen wir im Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit eine Lösung, die mit der Würde des Betroffenen vereinbar ist.

Die ifs Bewohnervertretung ist eine unabhängige Einrichtung und unsere Dienste sind kostenlos. Unser Anliegen ist die Schärfung des Bewusstseins für sanfte Alternativen – beim Betreuungsteam, bei den Angehörigen und in der Gesellschaft.

Das Heimaufenthaltsgesetz
Seit Juli 2005 regelt das Heimaufenthaltsgesetz den Umgang mit freiheitsbeschränkenden Maßnahmen. Hier die wesentlichen Punkte auf einen Blick.

Wo gilt das Heimaufenthaltsgesetz?
In Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und Krankenhäusern mit mindestens drei betreuten Menschen. Das Gesetz gilt auch bei Kurzaufenthalten, zum Beispiel bei familienentlastenden Maßnahmen oder bei der Urlaubspflege und Tagesbetreuung.

Was sind Freiheitsbeschränkungen?
Alle Maßnahmen, die einen Menschen in seiner Bewegungsfreiheit einschränken. Das können zum Beispiel Bettgitter, Gurte zum Anbinden, versperrte Türen, beruhigende Medikamente oder körperliches Festhalten sein.

Wann darf eine solche Beschränkung angeordnet werden?

  • Der betroffene Mensch ist in seiner geistigen Verfassung schwer beeinträchtigt.
  • Sein Leben oder seine Gesundheit bzw. das Leben oder die Gesundheit anderer ist ernstlich bedroht. Gründe können zum Beispiel Verletzungsgefahr bei Sturz, aggressives Verhalten oder Weglaufen sein.
  • Diese Gefahr kann durch keine sanfte Alternative abgewendet werden.


Wer darf eine Freiheitsbeschränkung anordnen?
Befugt ist der verantwortliche Arzt bei ärztlichen Maßnahmen, ausgewählte diplomierte Pflegepersonen bei pflegerischen Freiheitsbeschränkungen und die pädagogische Leitung in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Wer muss benachrichtigt werden?

Die ifs Bewohnervertretung und – wenn vorhanden – die vom Betroffenen gewünschte Vertrauensperson, der Sachwalter, ein schriftlich bevollmächtigter Angehöriger oder Rechtsvertreter.

Wer hilft weiter?

Zur Wahrung des Rechts auf größtmögliche Bewegungsfreiheit gibt es die BewohnervertreterInnen beim Institut für Sozialdienste. Sie besuchen den betroffenen Menschen und sprechen mit dem Betreuungsteam. Ziel ist es, gemeinsam zu beurteilen, ob die Freiheitsbeschränkung notwendig ist oder ob es im speziellen Fall sanfte Alternativen gibt.

Wie läuft das gerichtliche Verfahren ab?
Gibt es kein Einvernehmen, besteht die Möglichkeit zur gerichtlichen Prüfung der Freiheitsbeschränkung. Wird beim Bezirksgericht ein solcher Antrag gestellt, besucht der Richter den Betroffenen vor Ort innerhalb von sieben Tagen, spricht mit den Beteiligten und entscheidet mit Hilfe eines Sachverständigen, ob die Maßnahme zulässig oder unzulässig ist. Bei Unzulässigkeit muss die Beschränkung sofort aufgehoben werden.

Wer kann ein solches Verfahren beantragen?

  • der/die Betroffene
  • die ifs Bewohnervertretung oder eine andere Vertretung des Betroffenen
  • die Einrichtung, in der die freiheitsbeschränkende Maßnahme angeordnet wurde

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Kontakt und Information:

Bewohnervertreter in den Bezirken Bregenz und Bregenzerwald
Dr. Karl Stürz
Tel.: 0664/60884440
» E-Mail.

Bewohnervertreterin im Bezirk Dornbirn

Brigitte Kepplinger
Tel.: 0664/60884452
» E-Mail.

Bewohnervertreter in den Bezirken Feldkirch und Bludenz
Leitung:
Dr. Herbert Spiess
Poststraße 2/4
6850 Dornbirn
Tel.: 0664/60884451
Fax: 05572/908888-43
» E-Mail.
» Lageplan.

Downloads:
Infofolder Freiheit.Würde.Sicherheit.
.
(PDF / 1,6 MB)


Gesetzestext 2010
.
(PDF / 170 KB)
Erläuterungen 2005.
(PDF / 140 KB)
Erläuterungen 2006.
(PDF / 100 KB)
Erläuterungen 2010.
(PDF / 110 KB)
Sturzprävention 2015
.(PDF / 0,2 MB)
Demenz und
Weglauftendenz 2015
.
(57 KB)
Medikamentöse Freiheitsbeschränkung.
(PDF / 0,5 MB)

Jahresberichte:

Jahresbericht 2007
.(PDF / 27 KB)
Jahresbericht 2010
.(PDF / 114 KB)
Jahresbericht 2012.
(PDF / 130 KB)
Jahresbericht 2013.
(PDF / 832 KB)
Jahresbericht 2014
.(PDF / 970 KB)
Jahresbericht 2015.
(PDF / 1,1 MB)