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Wir werden älter

In Deutschland leben zur Zeit über
12 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Das sind 15 Prozent der Gesamtbevölkerung. Und dieser Anteil wird weiter wachsen - auf voraussichtlich 25 Prozent im Jahr 2010 und auf 33 Prozent im Jahr 2030. In Österreich ist die Entwicklung ähnlich.

Mit anderen Worten: Wir werden älter. Das gilt für den Einzelnen, denn die durchschnittliche Lebenserwartung hat sich in den letzten 100 Jahren nahezu verdoppelt und liegt heute bei 73,4 Jahren für einen männlichen Neugeborenen. Für ein neugeborenes Mädchen liegt sie bei 79,7 Jahren im Westen.

Wir werden also künftig immer mehr alten Menschen begegnen, und mit guter Wahrscheinlichkeit werden wir selbst ein hohes Alter erreichen. Darauf sollten wir uns einstellen.

Das Vorurteil, Alter sei gleichbedeutend mit Krankheit, Hilflosigkeit, Verfall der geistigen und körperlichen Kräfte, ist noch immer weit verbreitet - es spricht sich auch mehr und mehr herum, dass Alter nicht nur Probleme, sondern auch neue Chancen bedeutet: Chancen für eine aktive Lebensphase nach der Berufstätigkeit, in der der Mensch endlich Zeit hat für Dinge, die ihm sinnvoll erscheinen und die ihm Spaß machen.

Viele alte Menschen aber können diese Chancen nur nutzen, wenn ihnen im täglichen Leben geholfen wird. Denn eine große Zahl älterer Menschen braucht Hilfe und Pflege.