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Das Netz für Kinder verstärken helfen

Ehrenamtlicher Einsatz vom Kinobesuch bis zur Lernberatung

Kindern mit Problemen die Hand zu reichen , das ist Ziel der Initiative "Netz für Kinder". Dieses Vorhaben tragen eine Reihe ehrenamtlicher Helferinnen mit. Sie unterstützen damit Familien- und Sozialarbeiter wirkungsvoll.


2 Beispiele

Zweimal pro Monat hat Lisa Lorenzi für kurze Zeit zwei "Töchter". 15 und 16 Jahre alt sind die beiden Mädchen, mit denen die Bregenzerin einiges unternimmt. "Sie waren mit mir zum erstenmal im Kino und auch in Lindau. Es gibt aber auch Abende, wo wir einfach spielen, plaudern." Lisa Lorenzi wurde durch einen Artikel auf das "Netz für Kinder" aufmerksam. "Ich bin beruflich sehr engagiert und habe selbst keine Kinder. Da wollte ich mich auf diese Weise einsetzen." Diese Form der Freizeitbetreuung können Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter wegen des Zeitaufwandes unmöglich selbst leisten.

Nach umfassender Einführung und Vorinformation übernahm Lisa Lorenzi die zeitweise Betreuung von zwei Mädchen einer alleinerziehenden Mutter mit insgesamt acht Kindern. "Wir Ehrenamtlichen sind keine Sozialarbeiter. Fragen mit den Behörden, der Schule usw. werden von Profis abgedeckt. Ich bin mehr eine erwachsene Freundin für die Mädchen und habe bei unseren Treffen selbst viel lernen können", berichtet die Bregenzerin.

Regelmäßige Besprechungen mit erfahrenen Sozialarbeitern und gegenseitiger Erfahrungsaustausch tragen dazu bei, auftretende Fragen gut zu lösen.

Lernberatung
"Ich habe angeboten, meine Fähigkeiten in der Lernberatung einzubringen", schildert Helga Forster aus Hard ihren Einsatz. "Mit fünf eigenen Kindern ist es unmöglich, noch andere zu betreuen. Ich wollte aber doch einen Beitrag leisten."

Lernen Kinder anders als üblich, kann das zu schulischen Problemen führen. Das stellt die ausgebildete Kinesiologin bei ihren eigenen und bei anderen Kindern immer wieder fest. Wird das nicht erkannt, können begabte Kinder als faul oder überfordert abgestempelt werden.

Jetzt trägt Helga Forster beim "Netz für Kinder" dazu bei, Lernblockaden
abzubauen oder Kindern Sicherheit zu vermitteln. "Zuerst kläre ich ab, welcher Lerntyp ein Kind ist. Kleine Schritte können dann eine Änderung zum Guten bringen. Es gibt aber auch den Buben, der bereits nach einer Sitzung stolz vom Lob der Lehrerin berichtet: ,Du kannst ja plötzlich lesen! Andere Kinder werden ruhiger, konzentrieren sich besser auf den Unterricht."

Das "Netz für Kinder" informiert gern über Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Einsatz. Unterstützung durch erfahrene Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter ist dabei selbstverständlich.

Information:
IfS-Familienarbeit, Schießstätte 14,
6800 Feldkirch, Tel. 05522/39566 (Edith Breuß).

Entenrennen zugunsten "Netz für Kinder"

Bereits zum zweiten Mal führte das "Netz für Kinder" das Entenrennen durch. Auf der Dornbirner Messer wurden über 800 Gewinnenten zugunsten Kinder in Not verkauft. Das Echo war enorm. Das eigentliche Entenrennen fand dann im Nafla-Bach in Feldkirch-Altenstadt statt, wo u.a. auch Ministerin Elisabeth Gehrer, Landtagsvizepräsident Günter Lampert, LAbg. Christian Hörl und viele andere mit dabei waren.

Unser Foto zeigt des Stand des "Netz für Kinder" auf der Dorbirner Messe. Im Bild der Geschäftsführer des Netz für Kinder und der IfS-Familienarbeit Dr. Hubert Löffler.