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Vorarlberg hat eigene Strukturen der Psychotherapieversorgung

Auf Ablehnung in Vorarlberg stößt der ausgehandelte Vertrag des Bundesverbandes für Psychotherapie und der Sozialversicherung. Die Ergebnisse passen nicht in die Strukturen des Landes, meinen betroffene Psychotherapeuten und Vertreter der Krankenversicherungsträger.

"Wir haben schon seit über zehn Jahren eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Psychotherapeuten. Das ausgehandelte Ergebnis wäre für uns ein Rückschritt von Jahren," meint der Obmann der Vorarlberger Gebietskrankenkasse, Wieland Reiner.

Laut Vertrag wären für Vorarlberg 16 Therapeutenstellen vorgesehen. "Viel zu wenig" für Reiner, denn "wir haben derzeit bereits 19 Ärzte als Psychotherapeuten unter Vertrag. Außerdem gibt es noch etwa 40 nichtärztliche Psychotherapeuten, die das Land unter Vertrag genommen hat. In Vorarlberg gibt es eine eigene Lösung, die Bevölkerung psychotherapeutisch zu versorgen."

Schon vor dem Inkrafttreten des Psychotherapiegesetzes im Jahr 1991 gab es in Vorarlberg eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung durch Psyhotherapeuten. Seither nehmen dem Land nahestehende Einrichtungen, wie das Institut für Sozialdienste, nichtärztliche Psychotherapeuten unter Vertrag. Die Gebietskrankenkasse bezahlt für deren Arbeit jährlich 4,5 Millionen Schilling an das Land. Eine günstige Lösung für die Gebietskrankenkasse. Sie selbst nimmt jedoch nur Ärzte unter Vertrag.

Auch der Geschäftsführer des Institut für Sozialdienste, Dr. Stefan Allgäuer, ist mit dem ausgehandelten Ergebnis nicht zufrieden: "Die Strukturen sind bei uns anders gewachsen."