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Schlaflosigkeit durch Schulden

Das Linzer Meinungsforschungsinstitut Imas hat in einer erst kürzlich veröffentlichten Umfrage, die repräsentativ österreichweit durchgeführt wurde, belegt, was die IfS-Schuldenberatung seit langem weiß: Schulden beeinträchtigen das seelische Wohlbefinden. Dies gaben beinahe 40 % der Befragten zu Protokoll. Rund ein Viertel redet nur ungern über die eigene finanzielle Situation. Mehr als die Hälfte kann sich aber vorstellen, in eine wirklich ernsthafte finanzielle Notsituation zu kommen.

Hemmschwelle sinkt
Auffallend ist die hohe Zahl derer, für die Schulden machen etwas ganz Alltägliches ist - jeder fünfte ist dieser Meinung. Hier haben die Werbebüros der Banken, Versandhäuser, Leasingfirmen und Handyanbieter ganze Arbeit geleistet. Ein Leben auf Pump wird immer normaler. Erschreckend in diesem Zusammenhang ist auch die hohe Zahl von Österreicherinnen und Österreicher, die häufig ihr Gehaltekonto überzieht: 700.000 gehören dazu. Wer weiß, dass ein regelmäßiges Überziehen des Gehaltekontos zum einen ein überteuerter Kredit und zum anderen ein häufiger Einstieg aufs Schuldenkarussell ist, kann sich die Folgen ausmalen.

Männer neigen zum Risiko
Während Frauen bereits mit einem Schuldenberg von ATS 450.000,00 nicht mehr gut schlafen, raubt es Männern erst bei einem Betrag ab ATS 710.000,00 den Schlaf. Kein Wunder, dass Männer deshalb vermehrt die IfS-Schuldenberatung aufsuchen. Etwa zwei Drittel der Klienten sind männlich. Der durchschnittliche Schuldenberg beträgt im Vergleich jedoch beinahe 1 Mio Schilling!

Schulden machen einsam
Erschreckend viele antworteten auf die Frage, ob sie in finanziellen Notsituationen jemand hätten, mit dem sie reden könnten mit einem "Weiß nicht", nämlich 33 %. Diese Gruppe versucht selbst mit dem Problem fertig zu werden, mit dem Ergebnis, dass die Schulden häufig größer, die Probleme unlösbarer werden.

Ein klarer Auftrag
Daraus ergibt sich ein zusätzlicher Auftrag an die IfS-Schuldenberatung und an andere Verantwortliche im Geldbereich: Verbesserung der Prävention, Verstärkung des Beratungsangebotes durch erhöhte Personalressourcen, Herabsetzen der Zugangsschwellen, verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Meinungsbildung in dem Sinne, dass Schulden machen keine Schande ist, den Kopf in den Sand zu stecken jedoch nichts bringt.

Informationen erhalten Sie bei der IfS-Schuldenberatung
Bregenz oder Feldkirch.

DSA Peter Kopf
Geschäftsführer IfS-Schuldenberatung

5. Vorarlberger Wettbewerb "Menschengerechtes Bauen"


Das Institut für Sozialdienste und die Redaktion der Vorarlberger Nachrichten veranstalten diesen Herbst bereits zum fünften Mal den Landeswettbewerb "Menschengerechtes Bauen". Es geht bei diesem Wettbewerb wieder darum, positive Beispiele in der Öffentlichkeit vorzustellen. In insgesamt 8 Kategorien können Objekte eingereicht werden. Nähere Unterlagen können bei der IfS-Beratungsstelle "Menschengerechtes Bauen" angefordert werden.

Adresse: Vlbg. Wirtschaftspark,
6840 Götzis, Tel. 05523/55826,
e-mail: menschengerechtes.bauen@ifs.at

Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall, es werden wieder Ehrenplaketten und Urkunden verliehen, zudem erhalten die drei besten Privatbeispiele Geldpreise, die von Firmen gesponsert werden.