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FAST Families and Schools together
FAST ein erfolgreiches Präventionsprogramm derzeit in Hörbranz
Jeden Montagabend um 1/2 6 wird es im Pfarrheim in Hörbranz spannend. Dies deshalb, weil dann das FAST-Programm beginnt. Dieses erfolgreiche Präventionsprogramm aus den USA wird derzeit in Zusammenarbeit mit dem IfS, dem Sozialsprengel Leiblachtal und dem Kindergarten Staudach aus Hörbranz durchgeführt.
Neun Familien, davon zwei türkische und drei alleinerziehende, finden sich zu achtwöchigen Abenden ein. Begrüßt werden die TeilnehmerInnen vom FAST-Team. Dabei wird niemand vergessen; natürlich auch nicht die Kleinsten, und davon gibt es recht viel neun Kindergartenkinder und deren Geschwister, meist noch jüngeren Alters, halten das Team auf Trab. Für Leben ist gesorgt.
Die Abende sind ganz genau strukturiert, jeder Abend hat den gleichen Ablauf. Dieses gleich bleibende Programm gibt Sicherheit. So fällt es den Kindern und den Eltern zunehmend leichter, sich einzubringen. Sie finden sich rasch in den einzelnen Spielsequenzen ein, können bereits auf die Erfahrungen der ersten Abende aufbauen und dadurch mutig Neues ausprobieren. Gemeinsames Begrüßen, Essen, Singen, ein so genanntes Kritzel- und Gefühlskartenspiel sind einige Fixpunkte des Präventionsprogramms.
Anschließend an die Begrüßung gibt es eine getrennte Kinder- und Elternzeit. Die Kinder sind in dieser Phase des Abends in eigenen Räumen, können dort unter Anleitung von zwei engagierten Kindergärtnerinnen und einer Praktikantin toben, Spaß an Bewegung haben, neue soziale Kontakte aufbauen und vieles mehr. Die Eltern haben während dieser Zeit eine Stunde lang Zeit für sich. Diese kinderlose Zeit wird als sehr angenehm empfunden. Vor allem deshalb, weil dann Themen angesprochen werden können, über die sich ohne Störung besser reden lässt. In der Elternzeit sollen Eltern gestärkt werden, es werden neue Impulse gegeben. Austausch untereinander, zuhören, ein wertschätzendes Miteinander, der Versuch, sich gegenseitig zu stärken, sind nur einige Inhalte dieser Zeit. Auch für die Eltern stehen Teammitglieder zur Verfügung, sorgen für die nötigen Rahmenbedingungen. Dadurch soll Vertrauen und Solidarität in der Gruppe ermöglicht werden.
Nach diesen getrennten Kinder- und Elternzeiten beginnt ein sehr wichtiger Spielteil des FAST-Programmes. Im Special Play, dieses dauert 15 Minuten, spielt das Kindergartenkind mit einem Elternteil zusammen. Das Kind ist der Boss gilt oberste und unumstößliche Regel. Es gibt kein Kritisieren, kein Belehren. Lass dich von deinem Kind führen, ist hierfür das richtige Motto. Die Teammitglieder stehen den Eltern als Coach im Hintergrund zur Verfügung. Fest eingefahrene Verhaltensmuster gilt es hier zu ändern wer eigene Kinder hat, dem kann nur empfohlen werden, dieses Spiel mit ihnen auszuprobieren. Es ist eine große Herausforderung, aber auch eine Bereicherung mit Nebenwirkungen: Die Kinder entwickeln eine hartnäckige Nachfrage nach diesem Spiel. Das Special Play gibt Eltern die Möglichkeit, ihrem Kind die ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken und die Kinder mögen es, wenn sie diese von ihren Eltern bekommen.
Ein Lotterie-Gewinnspiel und eine gemeinsame Abschlussrunde lassen den Abend ausklingen. FAST wurde in den USA von Dr. Lynn McDonald entwickelt. Die Ziele des FAST-Programmes liegen in der Prävention, der Gesundheitsförderung und der Stärkung der Familien, der Eltern und der Kinder.
Um ein gutes FAST-Programm anbieten zu können, braucht es ein engagiertes, motiviertes Team. Dieses gibt es in Hörbranz: zwei Kindergärtnerinnen, zwei Sozialarbeiterinnen (davon eine türkisch sprechend), eine Studentin der Akademie für Sozialarbeit und einen Elternvertreter. Für die Einschulung des Teams stand Mag. Michael Hollenstein, zertifizierter FAST-Trainer und Leiter der Beratungsstelle des
IfS Hohenems zur Verfügung.
Das FAST-Projekt lebt neben einem guten Team vor allem vom Vertrauen der Familien, die mitmachen, von einer soliden Finanzierung, wie in diesem Fall vom Entgegenkommen der Gemeinde Hörbranz, dem Land Vorarlberg, der guten Zusammenarbeit mit den Kindergärten hier vor allem auch mit der Kindergarteninspektorin, Frau Thoma, und vom Einbringen von personellen Ressourcen durch das IfS. Allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Fast schon am Ende, überzeugt von einem guten Produkt sprich Projekt, steht für Auskünfte und Informationen gerne zur Verfügung:
DSA Tanja Breuß, Sozialsprengel Leiblachtal, Heribrandstr. 14,
6912 Hörbranz, Tel. 05573/85550 |
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