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| Dr. Reinelt |
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Diese Ausgabe der IfS-Informationen fällt für viele in die Urlaubszeit. Der befristete Umstieg von Alltag, Arbeit und Routine in veränderte Tagesabläufe, in neue Länder und Kulturen und in nicht-alltägliche Tätigkeiten bietet viele Chancen. Hier einige Beispiele:
Eine neue Situation bietet die Möglichkeit, sich selbst in neue Rollen einzulassen und sich sowie andere in neuen Rollen zu erleben.
Urlaubszeit bietet die Möglichkeiten, Dinge zu tun, die sonst zu kurz kommen und andererseits einmal Dinge zu lassen, die sonst zur Alltagspflicht gehören.
Urlaub verspricht Zeit. Dieses Versprechen wird sich allerdings nur erfüllen, wenn Sie sich bewusst diese nehmen und sich vor allzu viel Programm und Aktivitäten schützen.
Der Umstieg in eine neue Situation bietet auch die Gelegenheit, sich aus der Distanz seine Lebenssituation, seinen Alltag anzusehen und zu reflektieren. Sind Sie damit zufrieden, so wie es ist? Stehen Dinge zur Veränderung an? Was könnten die nächste Zeit Neues bringen oder fordern? usw.
Übergänge sind Gelegenheiten, die Seite zu Wechseln, und sich und sein Leben von einer anderen, vielleicht neuen Seite zu sehen. Das kann bestärken und Sicherheit geben, kann aber auch aufzeigen, wo Veränderungen bzw. Entwicklungen anstehen. In diesem Sinn wünsche Ich ihnen einen guten, wirksamen Urlaub 2000.
Ein ganz anderer Aspekt von Übergängen ist die Kampagne Alkohol und Co, welche Anlass für das Schwerpunktthema dieser Ausgabe der IfS-Informationen war. Angehörige von Alkohol-Kranken sind nicht eindeutig einem Symptom oder einer Einrichtung zuzuordnen vielleicht macht der Alkohol zu schaffen, vielleicht die Beziehung zum Partner. Möglicherweise zeigen Kinder Symptome, vielleicht spüren sie selbst Grenzen und Veränderungsbedarf. Und meistens sind es mehrere dieser Dinge gleichzeitig.
Dieser grenz- und institutionsübergreifenden Problematik wurde in dieser Kampagne dadurch entsprochen, dass die Konzeption und Umsetzung der Aktivitäten in enger Zusammenarbeit zwischen vielen Personen und Einrichtungen, die in diesem Bereich tätig sind, erfolgte.
Für diese Initiative und die Umsetzung dieses Anliegens in toller Kooperation möchte ich mich bei Günther Lissy und Dir. Peter Klinger von der Caritas als Motoren ganz herzlich bedanken.
Mit einem ganz anderen Übergang waren wir vor wenigen Tagen konfrontiert. Dr. Peter Reinelt ist am 29.5.2000 gestorben.
Dr. Reinelt war 20 Jahre im IfS als Psychologe und Psychotherapeut beschäftigt und hat Pionierarbeit geleistet insbesondere im Bereich der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, im heilpädagogischen Sprechtag und in der Integrationsberatung.
Dr. Reinelt hat in seiner Arbeit immer versucht, möglichst allen Aspekten einer komplexen Situation gerecht zu werden und praktische, gute und umsetzbare Lösungen zu suchen, unter Miteinbeziehung von allen Beteiligten.
Im vergangenen Jahr hat sich Dr. Reinelt entschieden, eine familiäre Aufgabe zu übernehmen und hat sich arbeitsrechtlich in den Ruhestand verabschiedet. Leider war ihm in seiner neuen Lebenssituation nur eine kurze Zeit gegönnt. Er starb nach einer kurzen, schweren Erkrankung in seiner Heimat in Innsbruck und wurde dort auch auf seinen eigenen Wunsch hin im engsten Familienkreis beerdigt.
Im Leben hat jeder von uns oft haben wir keine Wahl viele Übergänge zu bewältigen. Die Qualität und die Richtung dieser Übergänge können wir jedoch mit beeinflussen und mit gestalten. Hier setzt ein großer Bereich der Arbeit an, die wir im IfS tagtäglich erbringen: wir helfen und unterstützen Menschen bei der Bewältigung und der Gestaltung von Übergängen.
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