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10 Jahre IfS-FrauennotWohnung
Professionelle Hilfe für Frauen in Gewaltsituationen
Die FrauennotWohnung des IfS ist
Vorarlbergs einzige stationäre Einrichtung, die Frauen und ihren Kindern Schutz und Beratung in Gewaltsituationen bietet. Seit der Eröffnung im Juli 1990 wurden 537 Frauen und 610 Kinder betreut.

Also über 1000 Menschen, die Opfer von Gewalt wurden. Frauen aus allen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen. „Wir konnten ihnen Mut machen, Impulse geben. Viele von ihnen gingen aus der FrauennotWohnung in ein neues Leben“, sagt Angelika Würbel, Leiterin der Fachgruppe „Soziale Wohnformen“ des IfS. Durch das neue Wegweisungsrecht, das seit drei Jahren den Schutz der Frauen verbessert und ihnen die Möglichkeit gibt, mit ihren Kindern in der familiären Wohnung zu bleiben, während der Täter ausziehen muss, sind erste Veränderungen spürbar. Die Aufenthaltsdauer in der FrauennotWohnung wurde kürzer. Angelika Würbel: „Leider ist aber parallel dazu eine erschreckende Entwicklung zu beobachten: die physische Gewalt wird immer massiver, Psychoterror ist ein zusätzliches Mittel der Unterdrückung.“
Seit einiger Zeit werden die Sozialarbeiterinnen der FrauennotWohnung mit einem neuen Phänomen konfrontiert: Immer mehr Frauen aus Osteuropa, Asien und Lateinamerika, von Vorarlbergern zwecks Ehe und Familiengründung ins Land geholt, suchen Zuflucht vor ihren gewalttätigen Ehemännern.
Die Möglichkeit für ein Leben in Würde, so Angelia Würbel, hänge aber nicht nur von der Kraft der einzelnen Frau und der professionellen Unterstützung ab. Es sind auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die es Frauen schwer machen, aus einem Leben in Gewalt auszusteigen: teure Wohnungen, der Mangel an geeigneten Arbeitsplätzen, geringe Einkommen und fehlende Kinderbetreuungsplätze. Würbel: „Hier stößt die Sozialarbeit an ihre Grenzen, die Politik ist gefordert.“

Das 10-Jahres-Jubiläum der
FrauennotWohnung wurde mit
einer Lesung der Autorin Elfriede Hammerl begangen.

Telefonnummer der FrauennotWohnung (rund um die Uhr):
05572/29304
Wir stellen vor:

Das Team der IfS-Fachgruppe „ Dialog“

Von links nach rechts: Dr. Karl Schoppe, Eveline Meusburger-Holzer, Birgit Stuppnik, Mag. Thomas Summer, Elisabeth Tschann (Leiterin), Anton Schnetzer, Theresia Metzler
und Eva Levay

Mühletor: Erfolgreicher Hauptschul-Abschluß

In einer kleinen Feier in der IfS-Beratungsstelle Mühletor in Feldkirch konnten wieder 14 junge Menschen die Zeugnisse für den erfolgreichen nachträglichen Hauptschul-Abschluß entgegennehmen. Mit dabei waren u.a. IfS-Geschäftsführer Dr. Stefan Allgäuer und Bezirksschulinspektorin Agnes Jäger.

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