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UP TO DATE – mit
Computerkursen des IfS-Kreisel
Lebenslanges Lernen ist ein Grundprinzip unserer Wissensgesellschaft. Dieser Grundsatz gilt auch für Menschen mit Behinderung.

Die Gegenüberstellung mit dem Computerzeitalter weckt auch bei ihnen Interesse, sie wollen wie viele nicht behinderte Menschen einen Blick hinter die Kulissen dieser neuen und fremden Welt machen.

Die Angebote der Erwachsenenbildung sind meist nicht so strukturiert, dass das Bildungsbedürfnis für Menschen mit Behinderung abgedeckt ist. Der Kreisel bietet zielgruppenorientierte Kurse an. Im Bereich der neuen Medien wurden zwei Kurse „Was mein Handy alles kann“ , vier Computerkurse für Einsteiger und einer für Fortgeschrittene angeboten. Lerninhalte des Computer-Einsteigerkurse sind Schreiben, Speichern, Ausdrucken, Einfügen von Bildern und Grafiken, Spielen und Surfen im Internet. Ziel ist die Vermittlung von Basiswissen, auf dem in weiteren Kursen aufgebaut werden kann. Mit der Einführung in die Welt des Internets wird auch die Möglichkeit geboten, sich Wissen selbst zu beschaffen und an der modernen Informationsgesellschaft teilzunehmen. „Die Lerninhalte werden in kleinen Schritten, gemäß dem Vermögen der Kursteilnehmer vermittelt“; so der Kursleiter Christian Breuß. Den Kursleitern zur Seite steht ein/e AsstistentIn , damit ist gewährleistet, dass jedem/r TeilnehmerIn die notwendige Unterstützung zukommt, um zum optimalen Lernerfolg zu gelangen. „Ein Basiswissen als AnwenderIn erleichtert auch die Anforderungen im täglichen Leben. So wird z.B. die Bedienung von Bankomaten, Fahrscheinautomaten usw. dadurch erleichtert und die Hemmschwelle, sich dieser Technik zu bedienen, niedriger“, erläutert Karin Stefanzl, Kursleiterin, zur Motivation der Kursbesucher.

Die Teilnehmer erhalten übersichtliche und leicht lesbare Kursunterlagen, um das Erlernte außerhalb des Kurses üben und vertiefen zu können. Diese Kurse öffnen bildungsbenachteiligten Menschen eine weitere, bisher verschlossene Tür zur modernen Gesellschaft.

Elisabeth Nussbaumer, Leiterin IfS-Kreisel



Scheidungsväter

Die Hälfte der Scheidungsväter hat nach Trennung oder Scheidung wenig bis gar keinen Kontakt zu den Kindern. Gerade Männer mit „niedrigem Bildungsniveau und geringem Einkommen“ verlieren die Beziehung zu den Kindern. Männer mit relativ hohem Einkommen und höherer Bildung verfügen dagegen eher über häufige Kontakte zu ihren Kindern.

Dies ging aus einer Studie der Bremer Universität über Väterlichkeitserfahrungen nach Trennung und Scheidung hervor, die von einem Forschungsteam unter Leitung von Professor Gerhard Amendt bei mehr als 3.800 Männern über Internet durchgeführt wurde. Stark eingeschränkte soziale und finanzielle Möglichkeiten kombiniert mit der psychischen Ausnahmesituation der Trennung verschärften die Lebenslage von Vätern. Bei ihnen könne deshalb das gesamte Gefühlsleben so sehr unter den Einfluss der Trennungskrise geraten, dass ihre Handlungsfähigkeit zeitweise eingeschränkt werde. Den Männern, die die Verantwortung für ihren Teil an der Trennung oder Scheidung mit übernähmen, falle es viel leichter, auch eine gestaltende Haltung während der Trennungsphase zu beziehen. Die Gefahr, in eine passive Position zu geraten, scheint allgemein groß zu sein.


Universität Bremen, FB Human- und Gesundheitswissenschaften, Institut für Geschlechter- und
Generationsforschung, Prof. Dr. Gerhard Amendt, IGG@uni-bremen.de - aus: „Sozial extra“, 12/02 -


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