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Vorwort von IfS-Geschäftsführer Dr. Stefan Allgäuer
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Kinder und Jugendliche haben Rechte!
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Am 20. November 1989 trat die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes in Kraft, damit war der internationale Tag des Kindes geboren. Obwohl es den Kindern und Jugendlichen in Vorarlberg vergleichsweise gut geht, besteht noch in manchen Bereichen Handlungsbedarf. Denn diese haben zwar Rechte, sind aber auf uns Erwachsene angewiesen, um diese auch durchzusetzen. Das Institut für Sozialdienste setzt sich auf vielen verschiedenen Ebenen für das Wohl des Kindes bzw. Jugendlicher ein. Jugendliche bzw. Kinder und ihre Rechte sind ernst zu nehmen der Einsatz für die Rechte von Kindern und Jugendlichen nicht nur am Tag des Kindes ist ein Einsatz für eine menschengerechte Welt. 1) Kinder und Jugendliche sind immer mit-betroffen! Wenn die Eltern streiten, ein Elternteil erkrankt (somatisch oder psychisch), arbeitslos wird oder in einer Lebenskrise steckt usw., hat das unmittelbare - wenn auch oft versteckte - Auswirkungen auf das Kind. Wir sehen es in unserer Arbeit mit Kindern immer wieder: So jung und hilfsbedürftig es auch noch ist, das Kind bekommt auf der seelischen Ebene alles mit, was rund um sein Leben geschieht. 2) Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist leider ein Thema, das auch bei uns aktuell ist. Ich wünsche mir im Sinne der Betroffenen, dass die Menschen, wenn sie Gewalt wahrnehmen sei es von Erwachsenen an Kindern oder zwischen Kindern und Jugendlichen untereinander Stellung beziehen. Kinder haben ein Recht auf Schutz! 3) Armut von Kindern und Jugendlichen gibt es auch in Vorarlberg, insbesondere Kinder aus Familien mit allein erziehenden Eltern und MigrantInnenkinder sind davon bedroht. Arme Kinder und Jugendliche haben schlechtere Ausbildungschancen und entsprechend schlechtere Berufsaussichten. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden und wir müssen sicherstellen, dass die vorhandenen öffentlichen Systeme zur Sicherung der existentiellen Grundversorgung greifen! 4) Kinder und Jugendliche brauchen Mutter und Vater! Gerade nach Scheidungssituationen muss darauf geachtet werden, dass Kindern ihr Recht auf Beziehung zu beiden Eltern ermöglicht wird. 5) Jugendlichen und Kindern eine Zukunft geben, heißt auch Räume für sie in unserer Gesellschaft zu erhalten und Zeit für und mit ihnen als wichtige Aufgabe zu sehen. Kinder- und jugendgerechte (Wohn-) Räume und Plätze sind notwendige Lern- und Experimentierfelder gerade in einer Zeit, in der ein Rückzug in die virtuellen Welten so verlockend ist. Arbeitszeiten für Eltern, die auch auf die Bedürfnisse von Kindern/Jugendlichen bedacht nehmen, schaffen die Möglichkeit, dass Eltern anwesend sind. Anwesenheit, Interesse und Aufmerksamkeit von Eltern für ihre Kinder sind Voraussetzung, dass Kinder und insbesondere Jugendliche ihre Eltern in Anspruch nehmen wollen und können. 6) In den letzten Jahren entwickelt sich die Verschuldung von Jugendlichen zu einem immer größeren auch gesellschaftlichen Problem. Hier ist noch mehr Prophylaxe gefordert. Den richtigen Umgang mit Geld lernen Kinder im Umgang mit eigenem Geld ebenso wie am Vorbild der eigenen Eltern, aber auch dadurch, welches Bild vom richtigen Leben Wirtschaft, Politik und nicht zuletzt Medien vermitteln. 7) Das Gespräch zwischen Erwachsenen und deren Kindern ist von zentraler Bedeutung. Gerade in diesem ständigen Dialog lernen die Kinder am meisten, sich langsam in Richtung Jugend- bzw. Erwachsenenwelt zu bewegen. Kinder und Jugendliche haben Recht auf dieses Gesprächsangebot und brauchen es gerade dann, wenn sie selbst nicht reden können oder sich scheinbar nicht verständlich oder richtig verhalten. Die Arbeit des Institut für Sozialdienste will helfen, neue Lösungswege zu entwickeln, damit das Wohl der Kleinen und Großen neu und besser geschaffen werden kann. Die Welt aus der Sicht von Kindern zu betrachten fordert uns heraus, auf Beständigkeit zu achten, zu werten und das rechte Maß zu suchen. Unsere Welt aus der Sicht von Jugendlichen zu betrachten fordert uns heraus, auch Veränderung, Konflikt und Aufbrüche als Chancen für unser Leben und unsere Welt zu sehen. Beides die Welt-Sicht von Kindern und die von Jugendlichen sind wichtige Elemente eines fairen, gerechten und menschlichen Zusammenlebens. In diesem Sinne sind die Rechte von Kindern Menschenrechte und kommen direkt auch uns allen zugute. |
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