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Lebensräume – Lebensträume


Interview mit Rene Kremser
(Teilnehmer)



1. Welchen Nutzen hatte dieser Workshop für Sie, bzw. welche Erfahrungen waren dabei wichtig?
Ich habe neue Bekanntschaften geknüpft. Die Teilnahme an diesem Workshop war mir sehr wichtig, weil ich gemeinsam mit anderen über das Thema „Freizeit“ diskutieren wollte. Es war eine sehr wichtige Erfahrung für mich, die Sichtweisen von Gleichgesinnten zu hören. Eine weitere wichtige Erfahrung war auch das Erarbeiten des Ergebnisses mit Hilfe von Collagen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

2. Wie haben Sie die Unterschiedlichkeit der TeilnehmerInnen erlebt?
Zuerst war es für mich schwierig, mich an die Unterschiedlichkeit der TeilnehmerInnen zu gewöhnen. Da ich an der FHV Sozialarbeit studiere, bin ich naturgemäß ein anderes Arbeitstempo gewöhnt. Aber mit der Zeit war es kein Problem mehr. Ich glaube, durch die Unterschiedlichkeit der Behinderungen konnten wir gegenseitig voneinander profitieren.

3. Welche Hoffnungen und Erwartungen verbinden Sie mit den Ergebnissen?
Meine Hoffnung ist, dass sich bezüglich Freizeit für Menschen mit Behinderung in Vorarlberg etwas bewegt. Unsere Ergebnisse sollen nicht einfach nur in der Schublade landen. Unsere Bedürfnisse müssen gehört und ernst genommen werden. Junge Menschen mit Behinderung sollen in Sachen Freizeitgestaltung die gleichen Chancen haben wie nicht behinderte Menschen!
Ein Projekt im „Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003“

„Auch die Betroffenen selbst müssen in diesem Jahr zu Wort kommen“ – war der Anstoß für Überlegungen, Menschen mit Behinderungen zu ermuntern, ihre Wünsche
u
nd Visionen für ihr Leben außerhalb von Schule und Arbeit zu formulieren. Bei einem Workshop über 2 1/2 Tage sollen die Wünsche formuliert und anhand eines Filmes der interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Der Freizeitverein Möwe, der Verein Sowieso und der IfS-Kreisel planten und organisierten nun einen Workshop zu diesem Thema. Dieser fand im Jugendgästehaus in Bregenz statt. Die TeilnehmerInnen waren junge Menschen mit verschiedenen Behinderungen und ganz unterschiedlichen Lebenssituationen.

Unter der fachkundigen, methodischen Anleitung von Theresia Metzler wurden die Visionen und Träume für die Freizeit erarbeitet und artikuliert. Die TeilnehmerInnen haben sich wohl gefühlt und es war eine tolle Atmosphäre spürbar. Das ehrenamtliche BetreuerInnenteam hat die Wünsche und Bedürfnisse der TeilnehmerInnen gehört und respektiert und mit der Kursleiterin wunderbar zusammengearbeitet. Die erarbeiteten Ergebnisse wurden bei einer Abschlussveranstaltung, die die TeilnehmerInnen selbst organisiert und gestaltet haben, sehr eindrucksvoll präsentiert. Vielfach wurde der Wunsch nach weiteren solchen Angeboten geäußert.


Interview mit Julia Berktold
(Zitiert aus dem Film)

„Mir hat das Seminar ganz gut gefallen. Es hat mir gut getan über meine Visionen und meine Träume zum Reden. Wenn wieder so ein Seminar ist, möchte ich gerne dabei sein und vielleicht gehen eines Tages meine Träume und meine Wünsche in Erfüllung – wer weiß!?!“

Helmut Lercher hat dieses Seminar filmisch begleitet und daraus einen Film von ca. 14 Minuten hergestellt. Die Präsentation des Filmes „Lebensräume – Lebensträume“ soll bei verschiedenen Gelegenheiten die Öffentlichkeit über die Wünsche und Vorstellungen dieser Gruppe informieren und für das Thema Freizeit sensibilisieren
.

Es ist möglich diesen Film für Veranstaltungen auszuleihen oder auch als VHS-Kassette oder DVD käuflich zu erwerben.

Das Ausleihen des Filmes ist bei einer der unten angeführten Adressen kostenlos möglich. Bei Erwerb kostet eine VHS-Kassette € 9,– und die DVD € 22,–.

Möwe
Freizeitgestaltung für Menschen
mit Behinderungen, Karin Stefanzl
T 05572/398353, vereinmoewe@aon.at

Sowieso
Selbstbestimmt Leben & Empowerment
Dienste für und von Menschen mit
Behinderung, Gerty Seldmayr
T 05572/201464, verein.sowieso@aon.at

IfS-Kreisel
Bildung für Menschen mit Behinderung
Lisbeth Nussbaumer
T 05572/21331, kreisel@ifs.at


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