Hotel Mama bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer häufiger
Jugendliche verlassen ihr Elternhaus immer später. Dies trifft besonders auf junge Männer zu. 44 Prozent der 25- bis 29-jährigen Männer und ein Fünftel (20 Prozent) der gleichaltrigen jungen Frauen leben noch bei den Eltern.
Vor dem 20. Geburtstag verlässt in Österreich nur eine Minderheit der jungen Erwachsenen (10 Prozent der jungen Männer, 22 Prozent der jungen Frauen) das Elternhaus. Hand in Hand mit dieser Entwicklung hat in den letzten Jahrzehnten ein grundlegender Wandel in der Form der Familiengründung stattgefunden. Das Zusammenziehen mit einem Partner bzw. einer Partnerin erfolgt immer später und hat sich zeitlich von einer Heirat weitgehend entkoppelt. Ein weiterer Trend: Junge Frauen bekommen ihr erstes Kind zunehmend später. So sind derzeit drei von vier Frauen und neun von zehn Männern vor dem 23. Geburtstag noch kinderlos. In den 1960er Jahren war in diesem Alter bereits jede zweite Frau Mutter.
Familienkontakte sehr dicht
Zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern besteht ein dichtes Kontaktnetz. 83 Prozent aller älteren Menschen haben zumindest ein lebendes Kind, und fast ein Viertel davon lebt mit erwachsenen Kindern unter einem Dach, aber nicht notwendigerweise in derselben Wohnung.
Bei weiteren 22 Prozent wohnt zumindest ein erwachsenes Kind in unmittelbarer Nähe. Entsprechend häufig sehen sich Eltern und Kinder. 61 Prozent der älteren Menschen treffen wenigstens eines ihrer Kinder nahezu täglich, weitere 24 Prozent zumindest einmal pro Woche.
Ähnlich häufig treffen einander Großeltern und Enkelkinder. 40 Prozent der Großeltern sehen wenigstens eines ihrer Enkelkinder täglich, weitere 31 Prozent zumindest einmal pro Woche.
Statistik Austria im Auftrag des BMSG
- aus: Österreichische Bürgermeisterzeitung 9/2003 -
|
|
Vor den Vorhang
Seminar
Dornbirner Jugendfunktionäre schulen sich in der Schuldenprophylaxe
Als große, neue Herausforderung für unsere Gesellschaft gilt es, den verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu lernen. Vor allem bei Jugendlichen zeigt sich ein akuter Handlungsbedarf, schlittern diese doch zunehmend in ihre Schuldenfalle. Mannigfaltige Risikofaktoren sollten hier im Auge behalten werden allen voran das Handy, welches unüberschaubare Zahlungsverpflichtungen mit sich bringen kann.
Die Dornbirner Jugendorganisationen haben diese Problematik erkannt und wollen bei den ihnen anvertrauten Jugendlichen diesem Problem entgegenwirken. In jeder Organisation hat ein/e ehrenamtliche/r Mitarbeiter/in die Aufgabe eines/einer Schuldenberaters/Schuldenberaterin vor Ort übernommen. Diese wurden in einem Seminar auf ihre Aufgabe vorbereitet. Als Referent konnte ein profunder Kenner der Materie, Otmar Krämer von der IfS-Schuldenberatung, gewonnen werden.
Von den Jugendorganisationen wurde dem Thema Schuldenprävention im Rahmen der Dornbirner Jugendstudie (http://www.jugendstudie.at) eine hohe Priorität eingeräumt. Die Stadt Dornbirn, die als Veranstalter dieses Seminars verantwortlich zeichnete, hat damit einen wichtigen Beitrag zu einer aktiven Jugendpolitik gesetzt.
Eventuell ein Beispiel für andere
Gemeinden?
 |