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Ein gutes Beispiel:
Dornbirner Jugendwerkstätten:
„Ein Chance für Jugendliche…“


Die Dornbirner Jugendwerkstätten sind ein Arbeits- und Bildungsprojekt für langzeitarbeitslose Jugendliche. Seit 1995 bekommen Jugendliche aus dem Bezirk Dornbirn die Chance, erste Arbeitserfahrungen zu sammeln, ihre persönliche Situation zu stabilisieren, einen Kurs zu machen und eventuell sogar in ein festes Arbeitsverhältnis vermittelt zu werden. Die Jugendwerkstätten sind aus Beiträgen der Eigenleistungen und Förderungen von AMS Vorarlberg, Land Vorarlberg und Stadt Dornbirn finanziert.


Partner der Wirtschaft, öffentlichen Institutionen und privaten Haushalten
Die Dornbirner Jugendwerkstätten haben als Partner der Wirtschaft, AMS Vorarlberg, Stadt Dornbirn und Land Vorarlberg für 2003 einen sehr erfolgreichen Beitrag geleistet. So fanden im Jahr 2003 mehr als 80 Jugendliche in den Jugendwerkstätten eine qualifizierte Begleitung. Besonders stolz ist man auf die Vermittlungsquote: „Von den 47 Austritten im Jahr 2003 wurden 24, also mehr als die Hälfte nachhaltig in den 1. Arbeitsmarkt integriert“, so Obmann Mag. Norbert Fussenegger. 180 unterschiedliche Auftraggeber, vom kleinen, privaten Haushalt über öffentliche Institutionen wie die Stadt Dornbirn bis hin zu renommierten größeren und kleineren Wirtschaftsbetrieben, zählen zu den verlässlichen Partnern, die schlussendlich auch die Arbeit für die Jugendlichen liefern.

Dornbirner Jugendwerkstätten – Statements von Jugendlichen
Daniel Gunz, 17,
Dornbirn
Mir gefallen die Dornbirner Jugendwerkstätten (DJW) ganz gut. Meine Arbeiten sind hier sehr abwechslungsreich, sei dies nun Rasenmähen, Umsiedelungen, Schneeräumungen oder Montagearbeiten. Ich absolvierte bereits den Stapler- und den Erste-Hilfe-Kurs und empfinde auch das angebotene Sozialkompetenz-Training als sehr spannend. Ich habe auf alle Fälle schon einiges gelernt. In 2 Monaten ist hier meine Zeit vorbei, weil ich einen fixen Arbeitsplatz als Stuckateur habe.

Feride Sönmez, 21,
Lustenau
Ich bin seit einem Monat in den DJW. Meine auszuführenden Arbeiten sind ganz passabel. Meist schneide ich Stoffe oder helfe aus, wo es mich eben braucht. Mein Traumberuf wäre Friseurin, aber bis ich dort einen Job bekomme, werde ich wohl noch einige Zeit hier arbeiten. Wenn möglich möchte ich in der Zwischenzeit einen Computer-Kurs besuchen. Mir ist es wichtig, dass ich einen sinnvollen Job habe, denn arbeiten ist allemal besser, als zu Hause rumzusitzen.
Güler Resül, 17,
Hohenems
In die Jugendwerkstätten komme ich gerne arbeiten, weil ich viele verschiedene Tätigkeiten ausführen kann. Ich bin hier seit knapp 3 Monaten und sehe mich aber laufend nach Jobs um. Mein Ziel ist es, Automechaniker zu werden. Autos faszinieren mich einfach und schlecht verdient man dabei auch nicht. Für arbeitslose Jugendliche kann ich die DJW empfehlen, da es bestimmt eine gute Zwischenlösung ist.

Miriam Klocker, 16,
Dornbirn
Ich finde die Jugendwerkstätten ganz in Ordnung. In unserer Werkstatt bin ich fast immer am Stoff zu schneiden. Dafür sind die angebotenen Zusatzkurse sehr unterschiedlich und vielfältig. Ich habe die Möglichkeit, hier meinen Hauptschul-Abschluss nachzuholen. Sobald ich meinen HS-Abschluss habe, möchte ich in Innsbruck eine Schule für Fotografie besuchen. Bis dahin nütze ich die Möglichkeit, in den DJW mein Geld zu verdienen.
Arbeit und Bildung
Die Jugendlichen lernen in den Jugendwerkstätten nicht nur einfache manuelle handwerkliche Tätigkeiten. Sie werden darüber hinaus durch geschulte Fachleute gezielt über qualifizierte Weiterbildungsmaßnahmen sowie psychosoziale- und betriebsärztliche Begleitung unterstützt. „Schuldenprävention“, „Gesunde Ernährung“, „Lebenslanges Lernen“, „Sozialkompetenztraining“, „Team und Kommunikation“, „Deutsch als Fremdsprache“, „Gesundheit“, „EDV“, „Lagerhaltung und Hubstaplerführerschein“ sind nur ein Auszug aus dem Fortbildungsprogramm, das individuell auf den Jugendlichen zugeschnitten wird. Teilprojekte werden sinnvollerweise auch in Kooperation mit anderen Arbeitsprojekten durchgeführt. „Wir wollen Jugendliche in ihren Stärken stärken und gehen daher konsequent den Weg eines Potentialansatzes“, so Geschäftsführer Elmar Luger.

Arbeit schafft Integration
Gerade für Migrantenjugendliche ist es aus unterschiedlichen Gründen oft schwer, in ein geregeltes Arbeitsleben einzusteigen. Schwierige Bildungs- und Sozialisationsbedingungen erschweren dies sehr. Auch hier leisten die Jugendwerkstätten einen wichtigen Beitrag: Von den 56 im Jahr 2003 in das Projekt eingetretenen jungen Erwachsenen gehörten 23 einem „nicht-österreichischen Kulturkreis“ an.

Netzwerk: Jugendwerkstätten aktiv eingebunden
Eine besonders gute Verankerung erfahren die Jugendwerkstätten im „Dornbirner Jugendnetzwerk“ der Einrichtungen „Offene Jugendarbeit“, „aha Tipps und Infos“, „Jugendbeteiligung“ und den zahlreichen verbandlichen Jugendorganisationen. „Viele Synergieeffekte können genutzt werden“, so Projektleiter Karlheinz Milhalm. Seit vielen Jahren gibt es eine enge Kooperation mit den Vlbg. Arbeitsprojekten ABF, BIF, Caritas, Haus der jungen Arbeiter, ABO, DOWAS, AFFRA, ARB im Verband. Gemeinsam konnten dank Unterstützung des AMS Qualifizierungskurse für die Transitmitarbeiter und die Schlüsselkräfte angeboten werden. Ein besonderer Partner ist die Stadt Dornbirn. Sie ist nicht nur wichtiger Auftraggeber, sondern auch Synergiepartner. Durch die Mitnutzung verschiedener Vorteile wie Telefonie, Einkauf, EDV, Manpower ect. können die Overheadkosten minimiert werden.

J
ugendwerkstätten goes Europe




Weitere Infos erhalten Sie bei...

Dornbirner Jugendwerkstätten
– ein zertifizierter Ökoprofitbetrieb
6850 Dornbirn, Bildgasse 18, Tel. 05572 / 51351, Fax 05572 / 51351-4
E-Mail: office.djw@aon.at,
http://www.arbeitsprojekte.at/djw.html
Vorstand: Mag. Norbert Fussenegger,
Dr. Manfred Lenz, DI Fritz Studer, Elmar Luger
Fördergeber und Partner: AMS Vorarlberg,
AMS Dornbirn, Land Vorarlberg, Stadt Dornbirn, Wirtschaftsbetriebe, öffentliche Institutionen, private Haushalte.
„Bildung ist der Königsweg zur Integration.“ Im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft „Lebenslanges Lernen“ des EU-Equalprogramms (http://www.bildungspartnerschaft.at) wurden die Jugendwerkstätten beauftragt, in Kooperation mit Facheinrichtungen Veranstaltungsmodule für die Zielgruppe der jugendlichen MigrantInnen und Multiplikatoren zu entwickeln. Als Partner konnten hierfür die „OJA Dornbirn“, das „Institut für Interkulturelle Angelegenheiten“, die Abteilung „Bildung und Integration“ im Amt der Stadt Dornbirn, „okay. zusammenleben“ sowie die Firma Schedel & Partner gewonnen werden. Das Projekt dauert bis April 2005.



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