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Abschied von einem kleinen Leben
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Neue IfS-Broschüre möchte
betroffenen Eltern helfen |
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Viele Frauen erleben eine Fehlgeburt oder verlieren ihr Kind zu irgendeinem Zeitpunkt ungewollt während der Schwangerschaft. Der Verlust eines Kindes ist eine der schmerzlichsten menschlichen Erfahrungen. Die neue Broschüre Abschied von einem kleinen Leben möchte für betroffene Eltern eine erste Hilfe für eine so unerwartete und schwierige Lebensphase sein. Sie richtet sich aber auch an medizinisches Fachpersonal und das Umfeld der Betroffenen, indem sie Informationen zum besseren Verständnis gibt und mögliche Hilfestellungen aufzeigt. Der Tod eines Kindes erscheint uns Menschen unbegreiflich und inakzeptabel. Umso mehr, wenn dieser Tod während einer Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt eintritt. Dieses entscheidende Ereignis zu verarbeiten, den Verlust als Realität zu akzeptieren und sich im Leben neu zu orientieren stellt die Eltern vor eine äußerst schwierige Aufgabe. Die Auseinandersetzung mit dem Verlust und das Durchleben der damit verbundenen Gefühle ist für ein gesundes Weiterleben ohne das verstorbene Kind unumgänglich, so die Hauptverfasserin der Broschüre Dipl. Psychologin Brunhilde Reichl, Leiterin der IfS-Beratungsstelle Bregenzerwald. In der heutigen Zeit sind Schwangerschaften meist erwünscht und erfreulich. Das Wissen und die Verfügbarkeit verschiedenster Verhütungsmethoden erlaubt es Frauen, sich bewusst für oder gegen eine Schwangerschaft auszusprechen. Aber auch heute ist nicht alles planbar und beherrschbar. Mit einer Totgeburt oder dem Tod des Babys kurz nach der Geburt werden ca. ein bis zwei Frauen von 100 konfrontiert. Die Eltern stehen plötzlich einer völlig neuen Realität gegenüber, die mit der bisherigen freudigen Erwartung auf das Kind nichts mehr zu tun hat. Diesem Schock folgt oft eine Phase der völligen Hilf- und Orientierungslosigkeit, so Reichl weiter. Neben Erfahrungen Betroffener, Ausdrucksformen der Trauer, Einflüsse auf die Paarbeziehung, Abschiedsritualen, Umgang mit der Trauer der Geschwister-Kinder und Informationen zu rechtlichen Fragen und Bestimmungen enthält die Broschüre verschiedenste Kontaktadressen für Betroffene und Angehörige, die weitere Information, Betreuung oder persönliche Gespräche suchen. Ein Dank auch an Frau Sicher-Fritsch für die Idee und die Zusammenarbeit bei dieser Broschüre.
Institut für Sozialdienste, Interpark Focus 1, 6832 Röthis, E-Mail: ifs@ifs.at oder bei allen IfS-Beratungsstellen in den Städten Vorarlbergs sowie in Andelsbuch im Bregenzerwald. |
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