Arbeitslos- Geldlos-
Wertlos?
Plötzlich ein Fünftel weniger Geld- im besten Falle. Das ist die
Situation von Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren und auf das
Arbeitslosengeld (maximal 80 % des Lohnes) angewiesen sind. Für viele
Familien, die immer mit dem vollen Geld gerechnet haben, ein großer
Einschnitt. Meist wird dann von der psychischen Belastung von
Arbeitslosen geredet. Das Gefühl, nicht mehr gebraucht, der Rolle als
Erhalter der Familie nicht mehr gerecht zu werden. Für DSA Klaus Dünser,
den Leiter der IfS-Beratungsstelle Feldkirch, wird dabei nicht über das
eigentliche Problem geredet. "Sicher ist die Situation nicht einfach und
bringt eine psychische Belastung mit sich. Aber es wird immer nur über
die Arbeitslosigkeit und nie über die Einkommenslosigkeit geredet.
Materielle Defizite werden in psychisch-persönliche Defizite umgedeutet.
Aber das eigentliche Problem ist doch: Wenn eine Familie plötzlich um
ein Fünftel weniger hat, ergibt das einen Sparzwang, eine
Streßsituation, die zwischenmenschliche Konflikte mit sich bringt.
Welche Familie hat schon den Spielraum, plötzlich einen Lohnverlust von
einem Fünftel locker zu verkraften? Förderungen wie etwa die
Wohnbeihilfe können etwas Luft verschaffen, das Grundproblem bleibt aber
bestehen: das Geld!"
Die politische Diskussion stützt sich für Dünser zu sehr auf die
persönlich-psychische Ebene und nicht auf die finanzielle Situation der
Familien: "Arbeitslosigkeit bedroht nicht nur die betroffene Person,
sondern die ganze Familie. Dabei werden in der öffentlichen Diskussion
nur selten Begriffe wie Not oder Armut gebraucht. Die sind tabu. Obwohl
Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Einkommenslosigkeit Familien
an den Rand der Armut bringen. Ein anderer Punkt ist die Stellung von
Arbeits- und Einkommenslosen in der Gesellschaft. Dünser: "Die
politische Stimmungsmache in Richtung Sozialschmarotzer hat ein Klima
der Verschämtheit geschaffen. Arbeits- und Einkommenslosigkeit ist eine
Schande geworden. Das ist natürlich eine seelische Belastung. Zusammen
mit dem finanziellen Problem können so Konflikte entstehen, die ganze
Familien in ihrer Existenz erschüttern."
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Selbsthilfegruppe
Arbeits-Los
miteinander reden, denken, tun
Arbeitslose - Zeit
Zeit für einen Neubeginn
- Du kannst Dein Schicksal erzählen und hörst zu, wie es Deinem Nächsten
geht.
- Du erfährst dabei wie andere mit ihrem Los umgehen.
Vielleicht wird es Dir sogar möglich, in der scheinbar Nutzlosen Zeit
einen neuen Lebens-Sinn zu erkennen.
Wichtig:
Wir bewahren für uns, was wir von Dir gehört haben!
Ich will nicht um mich selbst kreisen... Ich will guten Mutes neue
Kreise ziehen.
club antenne
Arbeitsgemeinschaft
für psych. Soz. Selbsthilfe
6850 Dornbirn
Moosmahdstraße 4, 1. Stock
Tel. 05572/26374
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