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IfS-Reha startete EU-Projekt erfolgreich

Das Recht auf Arbeit - für alle?

Arbeitsplatz und Behinderung - ein Widerspruch? Nein, wie viele positive Beispiele zeigen. Die Fachstelle Reha des Institut für Sozialdienste versucht diese vermeintliche Kluft zwischen Behinderung und Arbeitsplatz zu schließen.

hatework picture Seit gut einem Jahr auch im Rahmen des EU-Projektes ,,horizon". Das Projekt mit einer dreijährigen Laufzeit wird in Vorarlberg vom Reha-Service-Center mit Partnern aus Frankreich und Portugal durchgeführt. Projektleiter Anton Schnetzer. ,,Wir wollen mit dem Projekt einen verbesserten Zugang für Menschen mit einer Behinderung zum Arbeitsmarkt schaffen und durch Fort- und Weiterbildung bestehende Arbeitsverhältnisse sichern."

Eingebunden in das Projekt sind drei Zielgruppen: Menschen mit einer Behinderung und Benachteiligte mit besonderen Lernbedingungen, die Kollegen am Arbeitsplatz und Integrationsfachkräfte, für die Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen angeboten werden. Die transnationalen Kontakte mit den beiden Projektpartnern ermöglichen Erfahrungsaustausch und gemeinsame Veranstaltungen für Integrationsfachkräfte.

Herzstück des Projektes sind die Berufsorientierungskurse (BOK). Menschen mit einer Behinderung und Benachteiligte mit besonderen Lernbedingungen haben die Möglichkeit, in einem über vier Monate dauernden Kurs verschiedene Arbeitsplätze kennenzulernen. Dazu kommt Training im sozialen Bereich. Ziel: die Kursteilnehmer auf die Arbeitswelt auch mental vorzubereiten und mit dem nötigen Selbstbewußtsein auszustatten. Schnetzer: ,,Im Rahmen der Schnupperpraktikas können sowohl die KursteilnehmerInnen die Arbeit in unterschiedlichen Branchen als auch die Betriebe die Kursteilnehmer kennenlernen. Das alles ohne Erfolgsdruck. Wichtig sind die Erfahrungen, die dabei gemacht werden und die Kontakte, die entstehen."

Gefördert werden die Kurse und die Weiterbildungsseminare vom Europäischen Sozialfond und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. 108 Personen nahmen im ersten Jahr des Projektes an verschiedenen Kursen teil, davon etwa ein Drittel Menschen mit einer Behinderung. Einige von ihnen haben durch die Kurse bereits fixe Arbeitsplätze gefunden. Und nach dem Projekt bleibt wieder alles beim alten? Schnetzer: ,,Nein. Im Bereich der Berufsorientierung und Berufsfindung hoffen wir, daß von den gut 30 Betrieben, die bis jetzt Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt haben, auch in Zukunft Menschen mit einer Behinderung ihre Arbeitserfahrungen in diesen Unternehmen machen können."

Für die Betriebe selber entstehen keine Kosten. Die Teilnehmer sind über das AMS versichert und erhalten eine finanzielle Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhaltes und einen Fahrtkostenzuschuß. Schnetzer: ,,Im Bereich der Fort- und Weiterbildung tragen unsere Kurse und Seminare zur Qualitätsverbesserung und Qualitätssicherung im gesamten Integrationsprozeß bei."

Informationen:
IfS-Reha-Service-Center
Rheinstraße 36, 6900 Bregenz
Tel.: 05574/75598

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