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Worte des Dankes anläßlich des Abschieds von unserem verstorbenen Präsidenten Dr. Anton Fliri

von IfS-Vizepräsidentin Elisabeth Mathis

  "Der Tod von Dr. Anton Fliri kam nicht ganz überraschend für uns. Wir wußten von der schweren Erkrankung von Dr. Fliri und seinem Kampf dagegen, der von Optimismus und Zuversicht geprägt war. Die Tatsache, daß er nun den Kampf verloren hat, macht uns tief betroffen und sehr traurig. Es liegt nun an mir als seine Stellvertreterin, im Verein Institut für Sozialdienste von ihm als unserem Präsidenten Abschied zu nehmen.

Auf der Suche nach Frauen und Männern in unserem Land, die an sozialen Fragen und Aufgaben unserer Gesellschaft interessiert sind und sich auch dafür engagieren, war es eine glückliche Fügung, daß sich der Verstorbene im Jahre 1990 bereit fand, im Trägerverein dieser Einrichtung mitzuwirken. Aufgrund seiner kompetenten und engagierten Mitarbeit in unserem Verein IfS gewann er innert kurzer Zeit soviel Ansehen, daß er von den Mitgliedern der Vollversammlung im März 1992 in das Präsidium gewählt wurde. Mit seiner Umsicht, seiner Offenheit und seiner Konsensfähigkeit prägte er wesentlich die Entwicklung des Institut für Sozialdienste als wichtigen Faktor in der Soziallandschaft unseres Landes. Er war ständig bemüht, die Weiterentwicklung unserer Einrichtung zu fördern, damit das IfS seiner Aufgabe, Menschen in bestimmten schwierigen Situationen des Lebens zu dienen, möglichst gerecht werden kann.

Toni war nie ein Sozialromantiker!

Aber die Fragen, Anliegen und Probleme jener Menschen, die das IfS brauchen, haben ihn immer wieder betroffen gemacht! Darum waren seine Beiträge und Lösungsvorschläge von tiefer Menschlichkeit geprägt, zeugten aber zugleich von hoher Sachkompetenz.

Im Juni 1995 wurde er zum Präsidenten gewählt. In seiner Gewissenhaftigkeit überlegte er lange und reiflich, ob die Annahme dieser Position mit seiner exponierten beruflichen Stellung als Präsident des Landesgerichtes vereinbar sei. – Dann aber, als er sich entschieden hatte, galt viel seiner Kraft, seiner Zeit und seiner Talente unserer Einrichtung und somit jenen Menschen, denen sie dienen soll.

Daß uns Dr. Anton Fliri nur 3 Jahre für diese Aufgabe als Präsident zur Verfügung stehen sollte, konnte niemand ahnen.

Er wird fehlen

  • unserem Institut für Sozialdienste mit seinem Sachverstand und seinem verletzbaren Herzen
  • den Vereinsmitgliedern mit seiner wohlwollenden, richtungsweisenden Vereinsführung
  • uns im Präsidium mit seiner konstruktiven Leitungsfähigkeit, seiner sprachlichen Eloquenz – nicht nur als Präsident, sondern auch als Freund
  • und mir persönlich, weil er es verstand, mit seinem feinen Humor und seinem verschmitzten Lächeln heiße Diskussionen zu entschärfen und eine Richtung für praktikable Lösungen aufzuzeigen.

Dr. Anton Fliri, unserem Toni, bleiben wir in dankbarem Respekt und tiefer Zuneigung über seinen Tod hinaus verbunden! Seiner Familie und allen, die um diesen lieben Verstorbenen trauern, möchten wir unsere Mittrauer bekunden.“