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IfS-Projekt: "Aktiv statt aggressiv“ stärkt Selbstbewußtsein verhaltensauffälliger Jugendlicher

Immer mehr Jugendliche wenden Gewalt an – gegen andere, aber auch gegen sich. Das IfS-Pilotprojekt "Aktiv statt aggressiv“, das Jugendlichen Auswege aus ihrer latenten Gewaltbereitschaft ermöglicht, geht nun in die Endphase. Seit Herbst 1997 war rund ein Dutzend 15- bis 18jährige in das von der EU geförderte Projekt eingebunden. Eine "Zwischenbilanz“ belegt, daß sie durch intensiven Erfahrungsaustausch mit ebenfalls Betroffenen sowie maßgeschneiderter fachlicher Betreuung ihre Probleme analysieren können und andere "Ventile“ nutzen.

Mit wenigen Ausnahmen, so der Projektleiter Günther Böhler, richtet sich die Gewaltbereitschaft bei den auffällig gewordenen Burschen in erster Linie gegen andere Menschen, während sich die Verhaltensstörung bei den Mädchen eher in Form von Selbstzerstümmelungen auswirkt. Das sogenannte "Schnippseln“, aber auch Alkohol- und Drogenmißbrauch sind Ausdruck davon. Mangelndes Vertrauen in seine Mitmenschen ist in beiden Fällen meist eine der Wurzeln für aggressives Verhalten.

Das Pilotprojekt "Aktiv statt aggressiv“ verfolgt im Prinzip zwei Ansätze, den Jugendlichen aus dieser Situation herauszuhelfen. In einem Erlebnisteil lernen sie mit Herausforderungen umzugehen und Verantwortung auch für andere zu übernehmen. In Gruppengesprächen, die jeweils von Günther Böhler und Evi Kohler als weiterer Mitarbeiterin des IfS betreut werden, geht es darum, sich und seine Schwächen und Stärken besser kennenzulernen und Vertrauen zu finden. "Dadurch, daß sie im Laufe des Projektes offener und selbstbewußter geworden sind“, berichtet Böhler, "entwickeln sich diese Jugendlichen besser“. Gewalt als negative Ausdrucksform rückt in den Hintergrund. Daß sich einige mit gestärktem Selbstwertgefühl auch leichter bei der Arbeitsuche taten, sei zwar nicht primäres Ziel gewesen, aber ein erfreulicher Nebenaspekt. Positiv hat sich die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt auch auf die individuelle Situation in der Schule ausgewirkt.

Arbeitgeberverein von Sozial- und Sozialhilfeorganisationen Vorarlberg gegründet

26 Sozial- und Gesundheitsorganisationen schließen sich zusammen

Ein Arbeitgeberverein von Sozial- und Gesundheitsorganisationen ist kürzlich in Bregenz gegründet worden. Insgesamt 26 Organisationen waren bei dieser Gründungsversammlung mit vertreten.

Hauptziel dieses neuen Vereines ist es, im Bereich der Kollektivvertragsverhandlungen mit den zuständigen Gewerkschaften ein kompetenter Ansprechpartner zu sein, die Mehrung des Ansehens von sozialen Berufen zu fördern und öffentliche Vorträge, Versammlungen und sonstige Veranstaltungen zu organisieren.

Bei der konstituierenden Gründungsversammlung in Bregenz wurden folgende Personen in den Vorstand dieses neu gegründeten Vereins gewählt (in alphabetischer Reihenfolge): Dr. Stefan Allgäuer, Institut für Sozialdienste, Dipl.-Ing. Barbara Bohle, Telefonseelsorge, Mag. Helmut Hagspiel, Vorarlberger Kinderdorf, DSA Konrad Steurer, "Die Fähre“. Aus diesem erstmals gewählten Vorstand wird auch die Obfrau bzw. der Obmann gewählt.