Ein Modell für Europa: 20 Jahre geschützte Arbeitsplätze in VorarlbergDas Land Vorarlberg, das Institut für Sozialdienste (IfS), die Caritas der Diözese Feldkirch und die Lebenshilfe Vorarlberg präsentierten vom 3. 5. November 98 aus Anlaß der "EU-Beschäftigungswoche in Brüssel in einer Gemeinschaftsausstellung das erfolgreiche Sozialmodell Vorarlberg des geschützten Arbeitsplatzes. Die Ziele der Ausstellung Nach den Aktionsprogrammen der Europäischen Union für Menschen mit Behinderung hat die Eingliederung im ersten Arbeitsmarkt Priorität. Das im Land Vorarlberg bereits vor 20 Jahren vom Land und vom Institut für Sozialdienste entwickelte erfolgreiche Modell des geschützten Arbeitsplatzes ist maßgeschneidert für diese Bestrebungen der EU und stellt nach wie vor eine erfolgversprechende, zukunftsorientierte Möglichkeit dar, benachteiligte Menschen an Arbeitsplätzen der Wirtschaft zu integrieren und die Arbeitslosigkeit zu vermeiden.
Mit dieser kleinen Ausstellung die das IfS initiiert hat, sollen die erfolgreichen Modelle, die auf der Grundlage der Ziele und Grundsätze der Vorarlberger Sozialpolitik entwickelt und vom Land und den Gemeinden finanziert werden, präsentiert werden. Die Ausstellung soll zur Bewußtseinsbildung für die Integration von Menschen mit Behinderung in der Arbeitswelt beitragen. Das Modell des geschützten Arbeitsplatzes Im Rahmen eines "geschützten Arbeitsplatzes erhalten Betriebe vom Land und von den Gemeinden Vorarlbergs (Sozialfonds), zum Teil auch vom Bundessozialamt für behinderte Menschen, die die volle Arbeitsleistung nicht erbringen können, einen laufenden Lohnkostenzuschuß im Ausmaß der Leistungsminderung. Grundlage dafür ist der monatliche Bruttolohn zuzügl. Lohnnebenkosten. Begleitend dazu bietet das Institut für Sozialdienste seit nunmehr 20 Jahren den behinderten Menschen bei Bedarf auch den Betrieben, Beratung und Hilfe (Arbeitsassistenz) an. Eine wissenschaftliche Evaluation dieses Modells durch die Wirtschaftsuniversität Wien (Univ.-Prof. Dr. Badelt) bestätigte
Ergebnisse: 10-fache Steigerung Die positive Entwicklung dieses Modells wird auch durch Zahlen bestätigt. Die Zahl der geschützten Arbeitsplätze ist somit in den letzten 20 Jahren nahezu um das 10-fache gestiegen. Der finanzielle Aufwand konnte in den letzten 5 Jahren von 42,9 Mio. S im Jahre 1993 auf 56,5 Mio. S im Jahre 1997, somit um fast ein Drittel, erhöht werden. In den letzten Jahren konnte eine teilweise Mitfinanzierung durch den Europäischen Sozialfonds (neben dem Bundessozialamt) erreicht werden. Die Leistungen der Behinderten und die Bereitschaft der Betriebe als wichtige Voraussetzung Für das Land Vorarlberg und die Gemeinden, die dieses Modell größtenteils finanzieren, sind wichtige Voraussetzungen für diesen erfolgreichen Weg:
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