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25 Jahre IfS-Beratungsstelle Bregenz:

Unverzichtbare Anlaufstelle für die Region

Die Zeit ist auch für die Beratungsstelle Bregenz des Instituts für Sozialdienste (IfS) nicht stehengeblieben: Als sie 1973 als erste ambulante psychosoziale Einrichtung in Vorarlberg eröffnet wurde, waren einige gesellschafts- und sozialpolitische Veränderungen zwar abzusehen, viele aber nicht. Dementsprechend haben sich auch die Aufgaben des IfS Bregenz entwickelt. Am 12. November war das 25-Jahr-Jubiläum im Haus an der Römerstraße im Rahmen eines "Tag der offenen Tür“ gefeiert worden.

Mit den Beratungsangeboten Jugendarbeit, Erziehungs-, Ehe- und Familienberatung/Familienplanung, Strafgefangenen- u. Strafentlassenenfürsorge, Suchtgiftfürsorge und der Einrichtung "Offene Wohnung“ hat die Arbeit vor einem Vierteljahrhundert begonnen.

Unser Bild zeigt die IfS-Beratungsstelle in der Bregenzer Römerstraße 35

Das IfS Bregenz war Vorreiter für eine Reihe von Beratungsangeboten und Programmen. Aus diesen entwickelten sich in den Folgejahren die zahlreichen Dienste des Instituts für Sozialdienste als Reaktion auf die einschneidenden Veränderungen im sozialen Netz. Neue gesellschafts- und sozialpolitische Entwicklungen und die daraus resultierenden psychosozialen Streßsituationen führten zu einer verstärkten Nachfrage in den Bereichen Erwachsenen-, Ehe- und Erziehungsberatung. So mußte etwa neuen Lebensformen Rechnung getragen werden. Themen wie Kinder in Stieffamilien, Mißbrauch und Gewalt sind Beispiele für weitere "moderne“ Problemkreise.

"Die Verschärfung am Arbeitsmarkt, die Folgen der Sparpakete und die rigidere Handhabung bei der Absicherung der existentiellen Grundbedürfnisse führen zu "Ausgrenzungen“, schildert die Stellenleiterin DSA Isabella Degenhart die Herausforderungen. Als sogenanntes niedrigschwelliges Angebot ist die Beratungsstelle für alle Menschen mit einem psychosozialen Problem in der Region da.

2600 Ratsuchende im Jahr

Dreißig Angestellte, Teilzeit-MitarbeiterInnen und Honorarkräfte sind für durchschnittlich 2600 Ratsuchende pro Jahr da. Auch wenn sich das Umfeld verändert hat“, sagt Isabella Degenhart, "ist unsere Aufgabe dem Grunde nach all die Jahre gleich geblieben: nämlich unseren Klienten und Klientinnen einen geschützten und vertraulichen Ort zu bieten, für ihre Probleme und Lebenskrisen da zu sein, mit ihnen Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und sie in der Umsetzung zu unterstützen.“