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Nehmen Sie sich Zeit?

von IfS-Geschäftsführer Dr. Stefan Allgäuer

"Wer keine Zeit hat, tut am wenigsten" soll Lichtenberg schon vor zwei Jahrhunderten gesagt haben. Heute ist es geradezu chic, sich seiner Unlust mit dem Verweis zu entledigen, "leider keine Zeit" zu haben.

Zeit ist ein Thema, das gerade im letzten Jahr dieses Jahrhunderts und Jahrtausends viele beschäftigt. Was heißt diese Jahrtausendwende für uns (nicht nur für die Computer)? Ist es eine besondere Zeitenwende oder ist es eh nur ein normaler Jahreswechsel mit einer besonderen Umgewöhnungsphase für eine neue Jahreszahl?

Zeit ist aber auch jenes "Gut", das wir im IfS in unserer Arbeit unseren Klienten und Klientinnen zur Verfügung stellen können. Nicht immer genug und schon gar nicht zu viel, aber Zeit ist ein Faktor, der Grundbedingung ist für helfende Tätigkeiten: Beratung, Therapie, Pädagogisches Handeln und Begleitung ermöglichen und unterstützen das Wahrnehmen (=Hören und Spüren) von (inneren und äußeren) Mängeln, Widersprüchen, Verletzungen und Krisen. Über dieses Wahrnehmen kann die Voraussetzung für Reifung, für kreatives Verändern entstehen oder aber für das Annehmen und das "Frieden schließen".

Gerade die Fasten-Zeit kann und soll uns wieder auf eine Grunderfahrung in unserem Leben hinweisen: je weniger (an Quantität), umso mehr an Zeit und Qualität ist möglich.

Vielleicht nehmen Sie sich gerade in diesen Wochen einmal Zeit für etwas, das sonst liegen bleibt oder zu kurz kommt. Auch mit unseren IfS-Informationen wollen wir sie einladen, sich mit Themen und Aufgabenbereichen auseinanderzusetzen, die vielleicht in unserer schnellebigen Zeit nicht besonders attraktiv sind, aber für Menschen, die davon betroffen sind, sehr viel an Lebensqualität ausmachen.