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Eine Gegenüberstellung:

Aus dem Leitbild des Instituts für Sozialdienste

und Ausschnitte aus dem Buch:

"Ich will der Wahrheitsgeiger sein" von Franz Michael Felder

Anläßlich der "25 Jahr-Feier" der IfS-Beratungsstelle Bregenz haben zwei Mitarbeiterinnen eine ausgezeichnete Gegenüberstellung dieser zwei Schriftstücke vorgenommen. Hier ihre Textauswahl:

Im März 1864 faßte Franz Michael Felder erstmals den Plan zur Gründung einer Käsehandelsgesellschaft! Im Oktober wurde er in Schoppernau in den Gemeinderat gewählt, las intensiv die Bibel und verschiedene Zeitschriften und studierte sozialpolitische und ökonomische Werke.

Das Institut für Sozialdienste ist ein privater Verein. Die Durchführung der Aufgaben erfolgt in der "IfS-Gemeinnützigen GmbH" und in deren selbständigen Einheiten.

Die Gemeinderäte sollen als Einzige das lobend anerkannt, was ich vor einem Jahr gesagt, sich beiläufig so geäußert haben: "Er hilft ja den Ärmeren, das ist wahr, aber er tut es nur, weil in unserem Dorf fast lauter Bettler sind."

Wir respektieren die Entfaltung des Menschen gemäß seinen Anlagen, Fähigkeiten und Grenzen.

Ich weiß nicht, welcher Widerspruchsteufel mich regiert. Mit allen "goldenen" Kälbern komme ich noch in Händel, denn ich kann nicht mehr anders.

Wir bieten Orte des Vertrauens, Kontakt und Gespräch. Wir wollen Menschen beistehen, sie beraten, Not lindern, Entwicklungsprozesse einleiten und fördern.

Im letzten Herbst dachte ich zuweilen: "Bin ich nicht eine Einfalt, ich will immer zum Wohle Anderer reden und Niemand will`s hören".

Wir ergreifen Partei, wenn wir Benachteiligung feststellen und setzen uns ein für Verbesserung von Lebenschancen und Integration.

Ich werde bei denen, die ich verteidige nicht beliebt, bei den Anderen verhaßt.

Wir setzen kritische sozialpolitische Akzente und schärfen den Blick für gesellschaftliche Mißstände

Wie wohl wäre es mir, wenn ich mich, wie die Anderen auf Vaters Misthaufen stellte und mich um Gott und die Welt nichts mehr kümmerte. So dachte ich wirklich und wenn ein Schoppernauer meine Gedanken gewußt hätte, so würde er gesagt haben: "So das ist nun einmal vernünftig." Aber des Volkes Stimme ist nicht die des Gewissens. Ich will das Meine tun, das macht mich, wenn es auch sonst keine Früchte trägt, glücklicher, als der Beifall und die Zuneigung Anderer mich machten könnte.

Wir gehen auf Personen und Einrichtungen im sozialen Umfeld zu, motivieren zur Zusammenarbeit und gestalten die soziale Vernetzung aktiv mit.