Infokl picture

25 Jahre IfS-Beratungsstelle Bregenz

Die vom Land Vorarlberg und den Gemeinden gemeinsam getragene Erhaltung des psychosozialen Netzwerkes als "prioritäre sozialpolitische Zielsetzung" betonte der für Soziales und Gesundheit ressortzuständige Landesstatthalter Hans-Peter Bischof anläßlich der 25-Jahr-Feier der Beratungsstelle Bregenz des Instituts für Sozialdienste. Die sogenannte "niedrigschwellige" Einrichtung wurde 1973 als erste ambulante psychosoziale Beratungsstelle in Vorarlberg eröffnet, erinnerte IfS-Geschäftsführer Stefan Allgäuer.

Das IfS Bregenz war Vorreiter einer Reihe von Betreuungsangeboten und Programmen, aus denen sich als Reaktion auf einschneidende Veränderungen im sozialen Netz zahlreiche Dienste des IfS entwickelt haben. Beratungsstellenleiterin Isabella Degenhart erinnerte daran, daß psychosoziale Streßsituationen zur verstärkten Nachfrage in den Bereichen Erwachsenen-, Ehe und Erziehungsberatung geführt haben. Themen wie Kinder in Stieffamilien, Mißbrauch und Gewalt seien weitere "moderne" Probleme. Mehr als 2.600 Ratsuchende nehmen jährlich die anonymen Dienste der IfS-Beratung in Anspruch.

Auch LSth. Bischof erinnerte daran, daß Verhaltensauffälligkeiten, Beziehungsstörungen und andere psychische Erkrankungen zunehmen. Mit der Beratungsstelle Bregenz habe das IfS in der psychosozialen Versorgung des Landes Pionierarbeit geleistet. Heute werde die Notwendigkeit von Erziehungs-, Ehe-, Partner- und Familienberatung nicht mehr in Zweifel gezogen.

Die psychosoziale Versorgung Vorarlbergs weise im Österreich-Vergleich eine Spitzenstellung auf, freute sich Sozialreferent Bischof. Der Vollausbau der Beratungsdienste im Land sei im Wesentlichen erreicht. Die psychosozialen Dienstleistungen des IfS werden vom Sozialfond, (Land und Gemeinden) jährlich mit rund 50 Mill. S unterstützt.

Unsere Fotos zeigen Sozialreferent Landesstatthalter Dr. Bischof bei seiner Festrede und die anwesenden Ehrengäste (v.l.n.r.) der Bregenzer Vizebürgermeister Prof. Albert Skala, Landesschulinspektor Raimund Rosenberg (leicht verdeckt), LSth. Bischof und IfS-Geschäftsführer Dr. Stefan Allgäuer.