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Netzwerk gegen Gewalt in der Familie

Neu: Interventionsstelle beim IfS

Das Kuratorium des vom Land und von den Gemeinden gemeinsam finanzierten Vorarlberger Sozialfonds hat kürzlich ein Rahmenkonzept beschlossen, dessen Ziel es ist, Vorkommnisse von Gewalt in Familien zu verringern bzw. zu vermeiden und Opfer wirkungsvoll zu schützen. Laut Landesstatthalter Hans-Peter Bischof ist Gewalt in der Familie "ein brennendes gesellschaftliches Problem, dessen Bekämpfung ein nachhaltiges und entschiedenes Vorgehen aller maßgeblichen Kräfte verlangt."

Auf Anregung Bischofs haben sich im Frühjahr 1998 Experten aus Justiz, Exekutive, Verwaltung und Sozialen Diensten zusammen gesetzt und die Arbeit an dem nun fertig gestellten Konzept aufgenommen. "Wo soziale und ökonomische Abhängigkeiten oder übernommene Norm- und Rollenbildvorstellungen zu Gewaltbeziehungen bzw. dazu führen, daß Gewalt im privaten Bereich noch als Kavaliersdelikt gesehen wird, ist es Aufgabe der politisch Verantwortlichen, dem nachdrücklich entgegenzuwirken", so der Landesstatthalter.

Interventionsstelle beim IfS
Das neue Konzept sieht vor, beim Institut für Sozialdienste eine Interventionsstelle neu zu schaffen, wo Opfer von Gewalt in und unmittelbar nach der Krise jederzeit Hilfe durch erfahrene Fachleute erhalten können.

Darüber hinaus wird ein verbessertes Zusammenwirken bestehender Hilfseinrichtungen angestrebt. Die Plattform "Gegen Gewalt in der Familie" fördert unter Führung des Amtes der Landesregierung die verbindliche Vernetzung und Kooperation der betreffenden Stellen sowie den Austausch von Informationen. Weiters übernimmt die Plattform Aufgaben im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und der Evaluation.

Die neue IfS-Interventionsstelle wird in Feldkirch errichtet.