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Die Angst

Eine IfS-Klientin hat sich zum Thema „Angst“ ihre persönlichen Gedanken gemacht und einfach „einiges von der Seele geschrieben“.

Hier ihre Worte:


Sie lebt in einem drinnen, in der Seele. Die Angst.

Wo Sorgen, Probleme, Traurigkeit und die Verzweiflungen sich häufen. Manchmal, da weiß man nicht wie weitermachen, wenn man einfach den Faden verliert, wenn es nicht so ist, wie man es gerne hätte, wenn man an sich zweifelt und denkt es klappt ja nie und immer die Schuld auf sich selber schiebt, man sich immer und immer die gleiche Frage stellt, wieso das ganze noch, für wen lebe ich noch auf der Welt? Ich bin ja nur für andere da, für mich habe ich nicht Zeit. Man steht auf und geht zur Arbeit, Tag für Tag. Und am Abend hat man vielleicht einmal eine Ruhe von dem Alltagsstreß.

Es wäre viel leichter, man könnte alles hinschmeißen und davonlaufen. Alles stehen und liegen lassen. Wenn man nie mehr richtig denken kann und fühlen kann. Immer die Schuld bei sich selbst sucht, sich so nutzlos vorkommt.

Wenn man jeden Tag sich bemüht, mit den Arbeitskollegen gut auszukommen. Und es gelingt einfach nicht. Es ist zum Verzweifeln, wenn man immer wieder in die alten Fehler hineinrutscht. Man versucht sich zu bessern. Wenn man Angst hat vor der Arbeitslosigkeit. Wenn alles schief geht bei der Arbeit.

Wenn man zuhause, wo man aufgewachsen ist, nicht die Liebe, die Geborgenheit und Zuwendung bekommen hat. Nur Härte und Strenge kennengelernt hat und zum Arbeiten erzogen wurde. Man dort dann auch nicht die richtige Leistung gebracht hat. Als Belohnung noch eine Tracht Schläge überbekommen hat. Und nie es anderen gesagt hat. Und nur in sich hineingefressen hat. Und sich gefragt hat: Hat es ein Ende. Dann fragt man sich: warum hat man mich in die Welt gesetzt?

Wenn die Vergangenheit einfach dich eingeholt hat. Es kommt in dir hoch und du kannst es nicht aufhalten. Vor der Zeit habe ich Angst, wollte ich, könnte es aufhalten. Aber es geht nicht. Sie lebt in mir. Es ist ein Teil von der Seele geworden. Man hat ja viele Leute zum Reden, die können einem auch die Angst wegzaubern.

Ich zum Beispiel war vor einem Jahr in einem physomatischen Krankenhaus. Ich habe zuerst gar nicht wollen, aber zuletzt habe ich viel herausgeholt und verarbeitet. Die Angst ist bis heute nicht ganz weg. Sie holt mich immer wieder ein: „ob ich es kann, oder nicht“ die so gehaßten Zweifel an mir selbst.

Dann sage ich zu mir: „es geht schon.“ Die einen schütten sich mit Alkohol zu, aber das ist auch keine Lösung für die Probleme.