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LSth. Bischof präsentierte Frauengesunheitsbericht

Frauen profitieren stark von Gesundheitsvorsorge

Vorarlberg hat als zweites Land in Österreich begonnen, den Themenkomplex Frau und Gesundheit näher zu analysieren und in einem umfassenden Bericht darzustellen. „Es ist ein sehr realer Bericht, der die verfügbaren Daten und Fakten zur gesundheitlichen und psychosozialen Lage der Frauen in Vorarlberg sehr übersichtlich aufzeigt“, sagte Landesstatthalter Hans-Peter Bischof bei der Präsentation (siehe Foto) in Bregenz.

Der Frauengesundheitsbericht trage zur bewussteren Wahrnehmung der Vielfalt fraulicher Gesundheitsaspekte bei und erlaube einen erweiterten Überblick über das Netz medizinischer und psychosozialer Angebote, Dienste und Strukturen für Frauen in Vorarlberg, so Bischof. Bei der Erarbeitung wurde bewusst Wert auf die Mitwirkung von Frauen gelegt, um die Gesundheitsbedürfnisse und Krankheitsbelange aus fraulicher Sicht darzulegen. Für die Vorarlberger Landesregierung ist der Bericht lt. Bischof „auch eine Orientierung, um bestehende Angebote bedarfs- und zukunftsorientiert weiter zu entwickeln“.

Zu den markanten Aussagen des Berichts zählt, daß Frauen in Vorarlberg eine Lebenserwartung haben, die mit 81,4 Jahren im internationalen Spitzenfeld liegt. Dies ist nicht zuletzt auf langjährige Vorsorgemassnahmen und Gesundheitsförderung zurückzuführen. Zwischen 1984 und 1995 konnten im Ländle durch Früherkennung 400 Gebärmutterhals-Krebserkrankungen verhindert werden.

Der Bericht zeigt auf, daß Frauen häufiger als Männer an psychosomatischen Störungen leiden, mehr Medikamente einnehmen und anfälliger für Depressionen und Essstörungen sind. In Vorarlberg besteht dafür ein dichtes Netz an Beratungs- und Betreuungseinrichtungen.

Seltener als bei den Männern sind bei den Frauen Berufskrankheiten und Unfälle. Allerdings müsse die arbeitsmedizinische Prävention einen steigenden Frauenanteil in manchen Berufen besonders berücksichtigen, gab Bischof zu bedenken.

Vom IfS war Dr. Ruth Rüdisser (2. von links) mit dabei.