Wo erleben Sie Nutzen durch die Leistungen des Institut für Sozialdienste?

DDr. Felix Dünser, Familienrichter
--In meiner beruflichen Tätigkeit als Familienrichter schätze ich die Arbeit des IfS für Familien in Scheidungssituationen. Das Erarbeiten einvernehmlicher Lösungen ist im Regelfall einer streitigen Auseinandersetzung vor Gericht bei weitem vorzuziehen. Und Kinder benötigen gerade in dieser Situation besondere Hilfe.


Kammerrat Hans Grabher, Betriebsratsobmann der Arbeiter, Fa. Blum, Höchst
--Als Betriebsratsobmann schätze ich die Arbeit des Institut für Sozialdienste sehr. Zu mir kommen täglich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Sorgen und Fragen. In vielen Fällen kann ich dies selbst lösen. In schwierigeren Situationen bin ich froh, daß es das IfS gibt. Hier arbeiten qualifizierte Kräfte. Wir sind froh, daß wir Frauen und Männer, die mit psychischen Problemen konfrontiert sind, an das Institut für Sozialdienste vermitteln können. Auch Personen mit Schulden oder Ausländer können wir vermitteln. Es ist gut, daß es diese soziale Einrichtung gibt.


Harald Reiterer, Vorarlberg-Korrespondent der Salzburger Nachrichten (Redakteur)
--Als eine private Sozialeinrichtung, die überwiegend im Auftrag der Landesverwaltung arbeitet, ist das IfS eine sinnvolle Institution, die öffentlich gefördert wird, jedoch eigenständig arbeitet. Im Sozialbereich bietet das IfS ein bedarfsgerechtes Angebot, das über jenes in anderen Bundesländern (wo diese Leistungen in den Verwaltungsbereich des jeweiligen Landes fallen) hinausgeht. Diese in Vorarlberg gegenüber dem Land eigenständige Geschäftsführung sowie das landesweite Netz an dezentralen Betreuungseinrichtungen gewährleisten ein leistungsorientiertes und flexibles Angebot sowie ein kostensparendes Sozialmanagement. Für mich hat eine Einrichtung wie das IfS deshalb auch eine Vorbildfunktion für andere Bundesländer.


Bürgermeister, LAbg. Hans Kohler, Rankweil
--Meine intensivsten Berührungspunkte mit dem IfS erhielt ich relativ kurz nach Amtseintritt durch die Erstellung eines Konzeptes für menschen- und behindertengerechtes Bauen in Rankweil. Baumeister Ing. Mayer hat mit diesem Konzept nicht nur einen wichtigen Sachbeitrag geleistet, er hat auch dazu beigetragen, daß die darauf folgenden Umsetzungsarbeiten immer einstimmig durchgeführt werden konnten. Das Thema "Menschen- und behindertengerechtes Bauen" gehört mittlerweile wie selbstverständlich zu unserem öffentlichen Handeln.
In Einzelfallbereichen nehme ich sehr oft die notwendige Schuldenberatung des IfS war. Gerade bei Wohnungsvergaben können wir feststellen, daß diese Orientierungshilfen notwendige Voraussetzungen für funktionierende Partnerschaften sind.
Gerade in Zeiten sich verengender Budgetmittel ist es notwendig, vermehrt Kostenkontrolle auszuüben. Hier meine ich nicht die leider oft notwendige finanzielle Unterstützung des Einzelnen, sondern vor allem jene Kosten, die durch die Inanspruchnahme in gleichen Fällen mehrerer Sozialeinrichtungen entstehen, ohne daß die eine Sozialeinrichtung von der anderen Sozialeinrichtung weiß. Das verursacht logischerweise viel Kosten, diese Geldmittel könnten im Einzelfall sicherlich besser eingesetzt werden.

Elmar Luger, Leiter des Jugendreferates der Stadt Dornbirn, Vorsitzender Landesjugendbeirat:
--Aus der Brille des Jugendreferates der Stadt Dornbirn möchte ich drei Punkte erwähnen:
*Viele Jugendliche haben größte Schwierigkeiten mit Verschuldungen und finanziellen Fragen. Hier bin ich froh, daß das IfS konkrete Beratungsdienste anbietet. Hier konnten wir schon einiges vermitteln. *Die niederschwellige Jugendberatung im psychosozialen Bereich ist wichtig und notwendig. Einen weiteren Ausbau würde ich mir wünschen, fallweise auch eine bessere Zusammenarbeit mit dem IfS. Erste Schritte sind jedoch bereits unternommen worden. *Die Streetwork-Arbeit im Jugendbereich war dringend notwendig. Hier gilt dasselbe, was ich beim Punkt 2. gesagt habe. Es wäre eine intensivere Vernetzung notwendig.

Elisabeth Lugmayr, Stadtrat für Familien und Kinder, Landeshauptstadt Bregenz:
--Die gesellschaftlichen Strukturen haben sich in den letzten Jahren sehr verändert. Als Familienstadträtin bin ich tagtäglich mit dem Problem der hohen Scheidungsraten, der zunehmenden Arbeitslosigkeit, der Suchtproblematik bei Jugendlichen, der weiblichen Altersarmut, aber auch mit der hohen Verschuldung von Familien konfrontiert. Die Stadt Bregenz bietet Familienhilfe an, doch ist es oft notwendig, daß ich betroffene MitbürgerInnen an Fachleute des IfS weiter vermitteln kann. Aus Erfahrung weiß ich, daß Hilfesuchenden beim IfS rasch und unbürokratisch geholfen wird. An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei allen MitarbeiterInnen des IfS für ihr Engagement herzlich bedanken.

Gerald Nosko, Zumtobel-Licht Ges.m.b.H., Dornbirn, Aufsichtsratsvorsitzender der Vogewosi
--Wir haben bei Zumtobel-Licht ein eigenes Berufsförderungsprogramm für Behinderte. Ohne die große Unterstützung des IfS (konkret Fachgruppe "Reha") könnten wir dieses Programm unmöglich umsetzen. Viele behinderte Jugendliche sind Nutznießer dieser Kooperation.
--Ein großes Unternehmen hat auch eine soziale Verpflichtung. Diesbezüglich ist uns das IfS gerade in sozialen Fragen ein kompetenter Gesprächspartner. Darüber hinaus kommt es auch immer wieder vor, daß wir bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Einzelfällen bei persönlichen Problemen und Schicksalsschlägen nicht mehr weiterhelfen können. Hier ist die fundierte Hilfe von IfS-MitarbeiterInnen bei den Beratungsstellen notwendig und wichtig.

LAbg. Bürgermeister Helmut Zimmermann, Bürs
--Nach meiner Einschätzung werden die Zeiten immer härter, es kommen auch immer mehr Ratsuchende auf die Gemeinde. Gerade in kleineren Gemeinden, wie z.B. auch bei uns in Bürs, sind die personellen Besetzungen nicht vorhanden, um allen Ratsuchenden kompetente Auskunft und Hilfe geben zu können. Gerade in diesen Fällen sind wir dankbar, daß wir eine Einrichtung wie das Institut für Sozialdienste haben, wo wir Ratsuchende vermitteln können. Das gibt mir als Bürgermeister auch ein Stück Sicherheit.

 

Erich König, Sozialamt der Marktgemeinde Lustenau und Obmann des Krankenpflegevereines Lustenau
--In zwei konkreten Fällen arbeite ich zur Zeit sehr intensiv mit dem Institut für Sozialdienste zusammen. In beiden Situationen geht es um Integration von Behinderten. Einerseits bei einer Wohnungsvermittlung, andererseits bei der Suche eines entsprechenden Arbeitsplatzes. Ich kann sagen, daß der IfS-Mitarbeiter (Roman Maier) sich sehr intensiv um die Betroffenen bemüht. Grundsätzlich möchte ich dazu sagen, daß das Angebot sehr vielfältig ist. Ich konnte auch teilweise schon Vermittlungen bei Überschuldungen und Scheidungssituationen vornehmen. Gerade in solchen Situationen erscheint es mir wichtig, daß größere Krisen verhindert werden können.

Klaus Willi, zuständiger Sachbearbeiter beim Gemeindeamt Egg (Bregenzerwald)
--Den Nutzen des IfS habe ich vor allem und konkret im Bereich der Sachwalterschaft entdeckt. Wir hatten kürzlich in Egg eine Situation, wo wir dringend einen Sachwalter benötigt haben. Hier haben die Mitarbeiter des Institut für Sozialdienste sehr unterstützend gewirkt.Des weiteren weiß ich, daß es in Andelsbuch eine Beratungsstelle für den gesamten Bregenzerwald gibt. Obwohl ich diese Stelle zwar noch nie benötigt bzw. auch noch nie vermittelt habe, finde ich es wichtig, daß es eine solche Stelle im Bregenzerwald gibt. Die Informationsbroschüre des IfS über die vielfältigen Angebote kenne ich ebenfalls.

Dr. Alfons Dür, Vizepräsident des Landesgerichtes Feldkirch
--Als Familienrichter erfahre ich die Tätigkeit des Institut für Sozialdienste vor allem in Familienrechtssachen. Die Beratung und Betreuung in Scheidungs- und familiären Krisensituationen ist für die betroffenen Ehegatten und deren Kinder sehr wertvoll. Für die Familienrichter stellen die Fachgutachten des Institut für Sozialdienste bei der Entscheidung über die Zuteilung der Elternrechte nach einer Scheidung eine wichtige Entscheidungshilfe dar. Ich kann dem Institut für Sozialdienste für all diese guten Dienste nur Dank und Anerkennung aussprechen.

Dr. Franz Josef Köb, ORF-Landesstudio Vorarlberg, Abt. Wissenschaft
--Die Beratungsstellen und psychotherapeutischen Dienste sind ein Zufluchtsort für Menschen in einer schwierigen Lebenssituation.
Wer die Orientierung auf dem Lebensweg verloren hat, kann dort wieder eine neue Zukunftsperspektive bekommen.
Wer verstummt ist angesichts von Leid, Unverständnis, Rücksichtslosigkeit der Umwelt, kann aussprechen lernen, was bedrückt und stumm macht.
Wer aus dem sozialen Netz herausgefallen ist, lernt Schritt für Schritt wieder an einem tragfähigen Lebensnetz zu knüpfen.
Den größten Nutzen des IfS sehe ich darin, daß es ein Ort für Menschen ist, wo Aufmerksamkeit und Wertschätzung für all das da ist, was in einer veräußerlichten, materiell orientierten Welt zu kurz kommt.


Dekan Toni Oberhauser, Pfarre Altach
--Eine gute Adresse bei der Hand ist im Leben fast immer Goldes Wert. Heutzutage haben sich die Nöte der Menschen derart spezialisiert, daß sie ein dichtes Netzwerk an Hilfeleistungen einfordern. Dabei genügt der gute Wille allein zumeist nicht, sondern es bedarf zusehends der professionellen Spezialisten, weil die Zuwendung zum Hilfesuchenden nicht dem Zufall überlassen werden darf. Dies gibt mehr Sicherheit und eröffnet neue Möglichkeiten, wenn man hinter dem eigenen Bemühen kompetente Menschen weiß. Ein konkretes Beispiel unter vielen, die anzuführen wären, ist der geschützte Arbeitsplatz in unserer Pfarre, der auf dieser Grundlage möglich wurde.

Pfarrer Arnold Feuerle, Pfarre Herz-Jesu, Bregenz
--Spontan muß ich sagen, daß ich mit dem IfS nicht allzu viel Kontakt habe. Ich höre fallweise von Frauen und Männern meiner Pfarre davon.

Ein Klient meint dazu: (anonym)
--Ich finde es wichtig, daß es eine Institution gibt, die unbürokratisch hilft, unabhängig vom Einkommen bzw. Krankenschein. Beim IfS hatte ich nie die Schwellenangst zu überwinden, die ich sonst habe, wenn ich therapeutische Hilfe wünsche. Wo bekommen heute noch finanziell Schwache, vor allem Frauen, Kinder mit wenig Einkommen, psychotherapeutische Unterstützung? Nachdem es die Psychotherapie auf Krankenschein ohne Selbstbehalt nach wie vor nicht gibt (trotz bestehender Gesetze), ist das IfS die einzige Anlaufstelle in Vorarlberg, die wertvolle Hilfe bzw. Unterstützung gibt, ohne die ich mir diese therapeutische Behandlung nicht leisten könnte.
(Mann, 34 Jahre) Der Klient bezahlt für seine Psychotherapie S 300,-- pro Stunde (Selbstbehalt).

 

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