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IfS-Beratungsstelle Dornbirn:

Immer mehr Männer kommen zu Beratungsgesprächen

Dr. Michael Schmid, Leiter der IfS-Beratungsstelle Dornbirn

Konfliktlösung in Beziehungsfragen ist nicht mehr ausschließlich Frauensache. Immer häufiger nehmen auch Männer in persönlichen oder familiären Problemsituationen die Hilfe von Beratungsstellen in Anspruch. Beim Institut für Sozialdienste in Dornbirn beträgt der Anteil männlicher Klienten vierzig Prozent. Die IfS-Beratungsstelle in Dornbirn verzeichnete im vergangenen Jahr rund 2000 neue Kontakte.

Die steigende Zahl ratsuchender Männer hält der Leiter der Beratungsstelle, Dr. Michael Schmid, für ein Indiz, daß immer mehr Menschen erkennen, daß das Zusammenleben in kleineren oder größeren Gemeinschaften zu Konflikten führt und der Weg zu Diensten, die Unterstützung bei der Konfliktbewältigung bieten, immer selbstverständlicher wird. "Wenn sich der Anteil der Männer erhöht, ist das ein Zeichen dafür, daß die familiäre Aufgabe nicht mehr allein Frauensache ist.

Deutlich wird diese Tendenz in der Ehe- und Paarberatung. Hier zeigen sich die verstärkten Bemühungen der Männer, professionelle Hilfe zu suchen. Oft aber erst, wenn bereits das Wort "Trennung" ausgesprochen worden ist und eine Wiederannäherung sehr schwierig geworden ist. Mit ein Grund ist die noch immer vorhandene Scheu, sich in einem früheren
Stadium an Außenstehende zu wenden. "Neutrale und kompetente Begleitung in familiären und sonstigen Konfliktsituationen, wie sie die Beratungsdienste bieten, können als Teil des lebenslangen Lernens betrachtet werden, als Teil der Schule des Lebens", meint Michael Schmid.

Wichtig ist es, den Ort und die Person seines Vertrauens frei wählen zu können. Dies zeigt sich nicht zuletzt daran, daß die Klienten, die die IfS-Beratungsstelle Dornbirn aufsuchen, oft lange Anfahrtswege in Kauf nehmen. Für die vielschichtige und weitverzweigte Arbeit der IfS-Beratungsstelle standen im vergangenen Jahr rund 13.000 Arbeitsstunden zur Verfügung. Darin enthalten ist auch die Mitarbeit am Schulnetz des Bundesgymnasiums Dornbirn, das von Schülern, Lehrern und Eltern getragen und von einer Psychologin der Beratungsstelle unterstützt wird. Das Schulnetz will dazu beitragen, daß Probleme
rechtzeitig erkannt und aufgefangen werden können. Für die Beratungsstelle sind solche Kooperationen gute Möglichkeiten, ihre Dienste mit anderen sozialen Orten zu verbinden, um Barrieren des Zugangs überwinden zu helfen.

Beratungsstelle des
Institut für Sozialdienste,
Frühlingsstr. 11, 6850 Dornbirn
Telefon 05572/21331

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