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IfS-Krisenwohnungen

Mit 88 Aufnahmen waren die Krisenwohnungen des Institut für Sozialdienste auch im vergangenen Jahr stark frequentiert. Dennoch machte sich die spürbare Entlastung auf dem Wohnungsmarkt zumindest für österreichische Staatsbürger bemerkbar. Die Aufenthaltsdauer der Klienten reduzierte sich im Vergleich zu früher deutlich. Für ausländische Familien ist es allerdings nach wie vor extrem schwierig, eine geeignete Unterkunft zu finden.

Das Institut für Sozialdienste unterhält über das ganze Jahr verteilt insgesamt fünf Krisen- und Übergangswohnungen. Sie bieten in Krisenfällen kurzfristig ein Dach über dem Kopf. Immer wieder ist es jedoch vorgekommen, daß Betroffene bis zu zwei Jahren in einer solchen Wohnung geblieben sind. Erst jetzt, nachdem sich der allgemeine Wohnungsmarkt einigermaßen entspannt hat, zeigt sich die eigentliche Aufgabe der Krisenwohnungen, nämlich nur vorübergehend Unterkunft für Hilfesuchende zu sein.

Die Ursachen für die Inanspruchnahme von Krisenwohnungen sind vielfältig. Junge Mütter, die nicht mehr zu Hause wohnen können, nützen dieses Angebot ebenso wie Leute, die delogiert wurden und so schnell keine erschwingliche Wohnung finden. Nicht selten kommt es aber auch zu Lebenssituationen, die eine kurzfristige räumliche Trennung vom Partner notwendig machen. Von den im letzten Jahr aufgenommenen 88 Personen waren 60 Frauen, 11 Männer und 17 Kinder.

Belegung der IfS-Krisenwohnungen im Jahr 1997:
Frauen: 46
Männer: 11
Kinder: 14

Belegung in den einzelnen Krisenwohnungen:
Bregenz: 18 Personen
Dornbirn: 13 Personen
Feldkirch: 19 Personen
Bludenz: 10 Personen
Hard: 11 Personen

Durchschnittliche Verweildauer pro Person: 74 Tage

Zahl der Anfragen, für die wegen Überbelegung keine Aufnahme möglich war: 35

IfS-Krisenwohnungen:
Bregenz, Telefon 05574/65835
Hard, Telefon 05572/34851
Dornbirn, Telefon 05572/29089
Feldkirch, Telefon 05522/78487
Bludenz, Telefon 05552/69085

Angelika Würbel, Leiterin der IfS-Fachgruppe "Soziale Wohnformen", in der neben den Krisenwohnungen auch die FrauennotWohnung und das "Fundament" zusammengefaßt sind.

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