jahresbericht

PRO Team für Nahraum- und Gemeinwesenentwicklung

Entwicklung in Fluss halten


Die Lebensqualität von Menschen wird wesentlich von sozialen Beziehungen und sozialen Strukturen bestimmt. Soziale Beziehungen sind nicht fixiert und für immer gesichert, sie müssen unterstützt werden, damit sie in Fluss kommen und bleiben.

Entwicklungsprozesse für die soziale Infrastruktur in Gemeinden fördern dieses „in Fluss kommen“. PRO unterstützt Gemeinden und Regionen bei ihrer Arbeit für das Fließen von Ideen und Engagement von Betroffenen und das Erarbeiten und Vereinbaren von Regelungen und Strukturen. Schwerpunkte sind die Bereiche Jugend, Familie, Alter, Gesundheit, Betreuung und Pflege. PRO hat 2003 wieder eine Reihe von Projekten begleitet. Einige Beispiele:

Ideen sprudeln für Familien

Projekt – Familiengerechte Gemeinde
Über 300 Personen arbeiten 1 1/2 Jahre in 11 Projekt-Gemeinden aktiv bei der Planung und Organisation von Aktionen und Einrichtungen für Familien mit. Spielfeste, Naturparks, Jugendräume, Verkehrssicherheit, Kinderbetreuung, Aktionen gegen Gewalt sind nur einige der Aktivitäten. PRO begleitet diese Gemeinden im Auftrag der Vorarlberger Landesregierung.

Über Grenzen fließen
Koordination sozialer Dienste der Region Oberer Walgau/Großes Walsertal

Verantwortliche aus Politik, von ambulanten und stationären Einrichtungen und Ärzte aus 7 Gemeinden haben mit Begleitung von PRO mögliche Kooperationen im Sozialbereich diskutiert und entwickelt. Ein Hauptthema war der Bedarf und die Situierung von Pflegeeinrichtungen. In dieser Detail-Frage konnte zwar keine Übereinstimmung von allen Gemeinden gefunden werden, aber für die weitere Zusammenarbeit in der Betreuung und Pflege alter Menschen und für die Jugendarbeit in der Region wurden Ziele vereinbart und deren konkrete Umsetzung angefangen.

„Rundum gsund“ – Quelle Gesundheit
Seit 1996 fördert der „FONDS GESUNDES VORARLBERG“ Projekte, die einen Entwicklungs- oder Veränderungsprozess initiieren und bewusstseinsbildend für gesundes Verhalten und ein gesundes Umfeld wirken. PRO ist seit 1999 mit der Geschäftsführung des Fonds beauftragt und berät Gemeinden, Betriebe, Schulen und Initiativgruppen bei der Planung, Durchführung und Finanzierung von Gesundheits-Projekten. www.rundumgsund.org

„z`Kobla dahoam“ –
Soziale Entwicklung einer Gemeinde planen

Wie und wo soll die Betreuung alter oder kranker Menschen erfolgen? Welche Freiräume braucht die Jugend? Wie können Familien in ihren Aufgaben unterstützt werden? Was muss getan werden, damit Koblach mit seinen Parzellen zusammenwächst. Zu diesen Fragen haben über 100 engagierte Koblacherinnen und Koblacher mit fachlicher Begleitung von PRO Ideen entwickelt.

Spielplatz ok. – Vandalismus vorbeugen
Modelle und Lösungsansätze zur Vorbeugung von Vandalismus auf Spielplätzen wurden auf einer viel beachteten Tagung aufgezeigt. PRO hat hier in Kooperation mit Schloss Hofen und der Initiative Sichere Gemeinden ein brennendes Anliegen von Gemeinden aufgegriffen.

Über den Rhein schauen
In der bewährten, grenzüberschreitenden Kooperation mit dem Wohnheim Resch, FL, und der Schule für Betagtenbetreuung, SG, wurde im März 2003 bereits zum 5. Mal von PRO die „Rheintaler Alterstagung“ durchgeführt.

Weitere Beispiele: Fachinfofahrt „Betreutes Wohnen“, Betreuungsangebot des Sozialsprengels Vorderwald, Öffentliche Räume der Gemeinde Raggal, Soziale Prävention an Schulen.

Reinhard Sonderegger
PRO-Team




Stelle für Gemeinwesenarbeit Feldkirch*

Im Mittelpunkt der Mensch


Kinderstadt KleinFeldkirch, pflegende und betreuende Angehörige stärken, Weihnachtsfeier für Alleinstehende am Hl. Abend, SeniorInnenbörse Feldkirch, Feldkircher Kinderkino, Stammtisch für Behinderte und Nichtbehinderte, Beratung und Betreuung für ältere Menschen. Das sind einige Themen aus dem breit gefächerten Angebot dieser Stelle, die wir im Auftrag der Stadt Feldkirch durchführen.


Im Vordergrund stehen Menschen mit ihren Bedürfnissen und Anschauungen. Die vier SozialarbeiterInnen bieten Projekte an und begleiten Initiativen für und mit Menschen, die einen Sinn für ein Miteinander haben. Darüber hinaus gibt es Beratung und Betreuung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen im Alter. Zu unterstützen und soweit zu begleiten wie erforderlich, das ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Das Wirken im und für das Gemeinwesen Feldkirch steht im Vordergrund. Projekte finden statt, weil eine große Zahl von engagierten FeldkircherInnen hinter ihnen steht und auch aktiv mitarbeitet. Als Anlaufstelle in sozialen Fragen werden Anrufe vom Babysitterdienst bis zum Pflegegeld beantwortet. Die Stelle für Gemeinwesenarbeit Feldkirch wird von der Stadt Feldkirch finanziert, mit der auch inhaltlich eine enge Zusammenarbeit gepflegt wird.



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