
Das IfS-Jugendintensivprogramm (JIP) arbeitet vorwiegend mit Jugendlichen, die in akuten Krisen stecken, sich nicht mehr an die "Spielregeln" der Eltern halten oder immer öfter mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Dabei schlägt diese Betreuungsform einen für alle Beteiligten ungewöhnlichen Weg ein.
Wenn die Problemsituationen bereits sehr schwierig und oft nur mehr wenig kontrollierbar sind, wenn wenig Hoffnung besteht, dass mit anderen Betreuungsarten ein nachhaltiger Erfolg erzielbar ist, bietet das Jugendintensivprogramm eine völlig andere Vorgangsweise an.
Dabei besteht die Zielsetzung darin, die Beziehungsfähigkeit zu stärken, teilnehmende Jugendliche wieder so verbindlich zu machen, dass sie entweder weiterbetreut, oder auch der Weg nach Hause zurück wieder als möglich erscheint.
Dieses Programm eignet sich auch für Jugendliche, welche im Sinne der Prophylaxe zwar eine intensive Betreuungsform benötigen, sich jedoch noch nicht in diesen extrem schwierigen Lebenssituationen befinden.
Zum Programm
Pädagogik durch initiiertes Erleben, bewusste Distanz zu unserer Kultur, Minimierung von Ausweichverhalten und Flucht, das Beziehungsangebot auf wenige Personen fokussiert und beschränkt und intensive Einbeziehung der Eltern, bilden unter anderem die Rahmenbedingungen des Jugendintensivprogrammes.
Für Jugendliche
beiderlei Geschlechts im Alter von 13 bis 18 Jahren. In Ausnahmefällen kann nach einer gesonderten Abklärung das Aufnahmealter verändert werden
Programmablauf
Das gesamte Programm umfasst einen Zeitraum von ca. 23 Wochen. Ein/e BetreuerIn ist während des gesamten Projekts für 2 Jugendliche zuständig und macht das gesamte Programm mit den Jugendlichen gemeinsam mit.
3 Wochen Vorbereitungszeit
Mit unterschiedlichen Methoden wird versucht, eine Beziehung zum Jugendlichen herzustellen und aufzubauen. In dieser Zeit werden Ziele erarbeitet und die Reise vorbereitet.
10 Wochen Auslandsaufenthalt
Die Lebensgeschichte mit allen Problemsituationen steht im Vordergrund der Arbeit.
10 Wochen Neuorientierung
Die Jugendlichen kehren entweder in die Familie zurück oder kommen in eine neue Wohnform. Sie werden weiterhin unterstützt, um ihre Ziele umzusetzen.
Kontakt und Informationen:
Jugend-Intensiv-Programm
Leitung und
Anfragebearbeitung:
Birgit Franzke
Ganahl-Areal
Schießstätte 14
6800 Feldkirch
Tel.: 05522/75902
Fax: 05522/75902-20
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Downloads (PDF):
Indien 2004
Marokko 2009
JIP-Infofolder