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ifs Koordinationsstelle Delogierungsprävention

Erfolgreiches Netzwerk gegen Wohnungsverlust

Röthis, den 31. März 2014


Wohnraumsicherung gelang in 86 Prozent aller Fälle

Delogierungsprävention stellt ein Angebot dar, das aus der Vorarlberger Soziallandschaft nicht mehr wegzudenken ist. "Dafür sprechen auch die Zahlen", bekräftigt Landesrätin Greti Schmid. "Im vergangenen Jahr erhielten 289 Haushalte, die vom Wohnungsverlust bedroht waren, Unterstützung. In 86 Prozent aller Fälle gelang es, den Wohnraum zu sichern bzw. einen adäquaten neuen Wohnraum zu finden." Diese Zahl liegt deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt und ist vor allem auf die erfolgreiche Kooperation zwischen ifs Koordinationsstelle Delogierungsprävention, Gemeinden, gemeinnützigen Wohnbauträgern, Caritas, Dowas und Kaplan Bonetti zurückzuführen.

Um drohende Delogierungen abwenden zu können, bedarf es einer guten Vernetzung aller beteiligten Systempartner. "Eine wichtige Funktion kommt dabei der ifs Koordinationsstelle Delogierungsprävention zu", erläutert Landesrätin Schmid. "Diese von Vorarlberger Sozialfonds, VOGEWOSI, Wohnbauselbsthilfe, Alpenländischen Heimstätte und Landeswohnbaufonds finanzierte Stelle übernimmt die Aufgabe, die Zusammenarbeit abzustimmen und somit einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten." Gemeinsam verfolgen das Land Vorarlberg und Gemeinden, die Koordinationsstelle, die gemeinnützigen Wohnbauträger und andere Sozialeinrichtungen das Ziel, Betroffene so früh wie möglich zu erreichen, um den Wohnungsverlust und damit einhergehendes Leid zu verhindern. Denn je früher Hilfe angeboten wird, desto größer sind die Chancen auf Erhaltung der Wohnung.

Mietrückstände als häufigster Grund für drohenden Wohnungsverlust

"Der häufigste Grund für den drohenden Wohnungsverlust sind Mietrückstände, die zumeist auf ein Armutsproblem zurückzuführen sind", erklärt Heidi Lorenzi, Leiterin der ifs Koordinationsstelle Delogierungsprävention. "Vielen ist es trotz regelmäßigem Einkommen nicht möglich, die Miete zu bezahlen."

Stolz zeigt sich Lorenzi angesichts der Tatsache, dass 2013 in Vorarlberg "nur" 731 Räumungsverfahren bei Gericht eingebracht wurden. Im Vergleich dazu: 2005, als die Koordinationsstelle eingerichtet wurde, waren es noch 1098 eingebrachte Verfahren. Bemerkenswert ist auch die Zahl jener Fälle, die nicht gerichtsanhängig waren. "Diese 119 Haushalte sind als großer Erfolg unserer breiten Vernetzungsarbeit zu verbuchen", so Lorenzi, "denn es bedeutet, dass wir zu einem sehr frühen Zeitpunkt verständigt werden und somit frühestmöglich tatkräftig unterstützen können." Dabei umfasst die Unterstützung unterschiedlichste Leistungen: von der Klärung der rechtlichen Situation über Hilfestellungen bei der Beantragung von Sozialleistungen bis hin zu Begleitung bei Verhandlungen mit Vermietern oder auch Unterstützung bei der Erstellung eines sinnvollen Finanzierungsplans.

Kostenersparnis für alle Beteiligten

Auch die gemeinnützigen Wohnbauträger beurteilen die Vernetzung aller involvierten Partner als äußerst wichtig. "Die Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle Delogierungsprävention funktioniert sehr gut", betont VOGEWOSI-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz stellvertretend für alle gemeinnützigen Wohnbauträger in Vorarlberg. "Uns liegt in erster Linie sehr viel daran, das Leid, das mit einer Delogierung verbunden ist, zu verhindern. Und nicht zuletzt bedeutet Delogierungsprävention eine Kostenersparnis für alle Beteiligten."

Die anfängliche Skepsis gegenüber der Delogierungsprävention ist heute kein Thema mehr. "Es hat sich deutlich gezeigt, dass Delogierungsprävention nicht nur in Akutsituationen, sondern vor allem auch nachhaltig wirkt", so Lorenz. "Die Betroffenen werden umfassend unterstützt, sodass sie über einen langen Zeitraum hinweg nicht erneut Mietrückstände produzieren. Und das ist der eigentliche Erfolg von Delogierungsprävention."


Ursachen für die Entstehung von Mietschulden:

  • Relation von Einkommen und Wohnkosten sind nicht stimmig
  • Haushaltsverschuldung
  • Einkommenseinbußen durch Arbeitslosigkeit und/oder Karenz
  • Scheidung bzw. Trennung
  • Prekäre Beschäftigungsverhältnisse für Frauen (niedriges Einkommen, geringfügige Beschäftigungsverhältnisse..)
  • Informationsmangel bzgl. Sozialleistungen
  • Nichtinanspruchnahme von Sozialleistungen und öffentlichen Unterstützungen

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