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Mut zur Augenhöhe: Das Netzwerk Welt der Kinder erprobt neue Wege im Generationenmiteinander

Röthis, den 20. November 2014

Unsere Zeit fordert Menschen aller Lebensalter heraus, neue Formen des Zusammenlebens zu entwickeln. Um Gesellschaft konstruktiv zu gestalten, ist es erforderlich, Zugänge zur Reflexions- und Gestaltungskraft vieler Menschen und Altersgruppen zu schaffen. Kinderrechte bilden die Basis für die Weiterentwicklung des Generationenvertrages.

Zu Gesprächen auf Augenhöhe mit der jungen Generation trägt das Netzwerk Welt der Kinder seit vielen Jahren bei. "Unsere Zukunft wird sich an funktionierenden Netzwerken entscheiden, die im Alltag gelebt werden. Vorarlberg erweist sich einmal mehr als innovativer Vorreiter. Zivile Initiativen, Regierung und NGOs setzen hier auf Kooperation: Viele miteinander können mehr!", so die Organisatoren des Netzwerks, Gerhard König und Carmen Feuchtner. Auf ihre Einladung tauschen sich junge Menschen, WissenschafterInnen verschiedener Disziplinen und Fachkräfte aus Bildungs-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen miteinander aus. Partner im Netzwerk Welt der Kinder sind aks gesundheit GmbH, Caritas, Institut für Sozialdienste, Pro Mente, SOS-Kinderdorf, Stiftung Jupident, das Vorarlberger Kinderdorf, auch die deutsche Liga für das Kind und die Jacobs Foundation Schweiz begleiten das Vorhaben. Förderung erhält das Projekt von Fonds Gesundes Österreich, Vorarlberger Landesregierung und Bundesministerium für Familien und Jugend.

Zum 20. November werden Prozessergebnisse der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Beim 7. internationalen "Symposium Kindheit, Jugend & Gesellschaft 2014" dachten 400 Menschen an 4 Tagen über neue Regeln im Zusammenspiel der Generationen nach. Kinder, Jugendliche und Erwachsene wirkten mit, Menschen aus Bildungs-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, VertreterInnen verschiedener Wissensdisziplinen und Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung. In Großgruppenprozessen wurden gemeinsame Aussagen erarbeitet: Vorträge von exzellenten Forscherinnen sind filmisch unter www.weltderkinder.at. zugänglich.

Kinder geben Einblick in ihre Lebensumstände, ein Manifest fasst die Schlussfolgerungen der Mitwirkenden zusammen. Das Netzwerk Welt der Kinder will einen kontinuierlichen Prozess der Meinungs- und Willensbildung befördern, der Medien, Gesetzgebung und gesellschaftlicher Praxis Zugang zu besten Forschungserkenntnissen und zu Erfahrungen aus dem Lebensalltag von jungen Menschen verschafft.

Kontakt: Netzwerk Welt der Kinder, weltderkinder@vol.at, www.weltderkinder.at.

Kooperationspartner: aks gesundheit GmbH, Caritas, Institut für Sozialdienste, Pro Mente, SOS-Kinderdorf, Stiftung Jupident, Vorarlberger Kinderdorf.

Aussagen im Überblick

  • Bindungssicherheit und Bildung: Die Stärkung von Bindung in der Familie in ihren vielfältigen Formen ist gegenüber der Institutionalisierung von Kindheit vorrangig - dieses durchgängig formulierte Anliegen bezieht sich auf das Erfordernis, emotionales und soziales Lernen gleichbedeutend mit dem kognitiven Wissenserwerb zu setzen.

  • Grundversorgung, sozialen Support und Befähigung insbesondere für Familien mit jungen Kindern sichern: Gute Startbedingungen für alle Kinder sind die beste Investition für sozialen Frieden und eine ausgewogen funktionierende Gesellschaft.

  • Kinder sind vor allen Formen von Gewaltanwendung zu schützen. Neben dem Schutz vor körperlicher, sexueller, emotionaler und sozialer Gewalt sind Kinder auch vor Formen der Deprivation, Vernachlässigung und Armut zu schützen. Die Bemühungen um Aufklärung über die desaströsen Wirkungen von Gewalt an Kindern und Jugendlichen müssen deutlich intensiviert werden.

  • Attraktive, kostenfreie Begegnungsräume als Gleichgewichte zu virtuellen Welten: Menschen aller Generationen, insbesondere Kinder und Jugendliche benötigen Zugang zu attraktiven Freiräumen, in denen Alltagsbegegnung und konkreter Austausch mit Peers möglich sind.

  • Teilhabe der Anspruchsgruppen an der Weiterentwicklung von Diensten: Um eine zeitgemäße Ausgestaltung der Bereiche Bildung, Gesundheit und Soziales zu erreichen, sollen die verschiedenen Anspruchsgruppen die Weiterentwicklung der Angebote in Einrichtungen, Diensten und im Gemeinwesen direkt mitgestalten können.

  • Gesprächsräume zwischen den Generationen öffnen: Nur über Verständigung gelingt es, Solidarität zwischen den Generationen zu ermöglichen und zu vertiefen. Zuhören auf Augenhöhe verlangt aktives Lernen und Qualifizierung.

  • Mehrfache ExpertInnenschaft - Fachwissen in den Aufbau von Netzwerken einbringen: Das Fachwissen von ExpertInnen in Organisationen ist unerlässlich, es soll in die prozessorientierte Weiterentwicklung von kooperativen Gesamtgefügen eingebracht werden.

  • Stärkung einer kooperativen Vertrauenskultur: Um kooperative Regelwerke zu erarbeiten, bedarf es des regelmäßigen, differenzierten Austausches. Eine Basis dafür schaffen gesicherte Daten und Regelwerke, wie Entscheidungen im Miteinander der Generationen getroffen werden sollen. Wir brauchen Verständigung dazu, wie wir den gegenwärtig erlebten und gemeinsam geteilten historischen Moment gestalten.

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