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Zukunftsplanung bewegt Grenzen!

Röthis, den 17. März 2015

Pioniere der „Persönlichen Zukunftsplanung“ bei internationaler Fachtagung in St. Gallen und Bregenz

„Zukunftsplanung bewegt Grenzen“ – unter diesem Motto stand die grenzüberschreitende Fachtagung zur Persönlichen Zukunftsplanung (PZP) für Menschen mit Beeinträchtigungen, die in St. Gallen und Bregenz stattfand. Insgesamt setzten sich über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv mit dem Thema auseinander. Der rege Erfahrungsaustausch wurde erstmals begleitet von den PZP-Pionieren Jack Pearpoint und Lynda Kahn, die eigens aus Kanada angereist waren.

Den Auftakt der dreitägigen Fachtagung bildete ein Weiterbildungsseminar in St. Gallen, in dessen Rahmen Jack Pearpoint und Lynda Kahn wichtige Impulse für die weiterführenden Seminare und Workshops setzten.
An den folgenden beiden Tagen fanden im Festspielhaus in Bregenz verschiedenste Vorträge, Lernreisen und Seminare zu Denkweisen und Methoden der „Persönlichen Zukunftsplanung“ statt. In über 20 Arbeits- und Austauschgruppen konnten die Themen praktisch vertieft werden. Zudem bestand die Möglichkeit, im Rahmen von zwei „Lernreisen“ Menschen vor Ort zu besuchen und praktisch zu erleben, was Zukunftsplanung bewegen kann.

Wertschätzend und personenzentriert

Der rote Faden, der sich durch alle Vorträge, Seminare und Lernreisen zog, heißt Inklusion – die selbstverständliche und selbstbestimmte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Sie gilt nicht nur in der Arbeit für und mit Menschen mit Beeinträchtigung als das höchste Ziel, denn Inklusion schließt alle ein.

Auf dem Weg dorthin ist die „Persönliche Zukunftsplanung“ ein wegweisendes Konzept, das in höchstem Maße Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglicht und diese darin unterstützt, über die Gestaltung ihrer weiteren Zukunft nachzudenken und diese zu planen. Dabei steht der jeweilige Mensch mit all seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten im Mittelpunkt.

Es ist wichtig, Menschen mit Beeinträchtigungen nach ihren Wünschen und Bedürfnissen zu fragen und diese ernst zu nehmen. Die „Persönliche Zukunftsplanung“ beruht auf einem personenzentrierten Denken und einer wertschätzenden Grundhaltung. Es geht darum, gemeinsam mit den Betroffenen und deren Umfeld eine Vorstellung von einer guten Zukunft zu entwickeln, Ziele zu definieren und diese Schritt für Schritt umzusetzen.

PZP bietet dabei ein gutes Handwerkzeug und Methoden, um selbstbestimmt Veränderungen im Leben zu planen und sich hierfür Unterstützung zu organisieren. Dabei stellt die Persönliche Zukunftsplanung keine „Neuerfindung“ dar, sondern findet tagtäglich statt – im Gespräch über den weiteren Lebensweg mit Eltern, Freunden, Verwandten. 

Kooperation ist wichtig auf dem Weg zur Inklusion

Den Veranstaltern der Fachtagung (Institut für Sozialdienste, Lebenshilfe Vorarlberg und WINklusion – Netzwerk „Persönliche Zukunftsplanung“ Schweiz) ging es vor allem darum, sich im Netzwerk über die „Persönliche Zukunftsplanung“ auszutauschen, die Ideen der Zukunftsplanung weiterzuentwickeln und dabei viele Brücken auf dem Weg zur Inklusion zu bauen.

„Gerade die Zusammenarbeit hat ausgezeichnet geklappt und deutlich gemacht wie wichtig das Zusammenspiel aller Beteiligten auf dem Weg zur Inklusion ist“, ziehen die Verantwortlichen Elisabeth Kern (ifs), Georg Matzak (Lebenshilfe Vorarlberg) und  Tobias Zahn (WINklusion) ihr positives Fazit zur Fachtagung.



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