SEITENBEREICHE


zur ifs Homepage.
Signal Logo

ifs Pressemeldung

Röthis, den 18. Juli 2008

S.I.G.N.A.L. Ein Projekt zur gesundheitlichen Versorgung für Betroffene von häuslicher Gewalt
 

Gewalt gegen Frauen und Mädchen wird international als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen eingeschätzt. Das Projekt S.I.G.N.A.L., an dessen Umsetzung die ifs Interventionsstelle beteiligt ist, hat es sich zum Ziel gemacht, medizinisches Fachpersonal für die gesundheitliche Versorgung von Opfern häuslicher Gewalt zu sensibilisieren.      
 

Gewalt ist weltweit ein zentraler Risikofaktor für die Gesundheit von Frauen und wirkt sich in vielfältiger Weise auf die Gesundheit und die gesundheitlichen Chancen von Frauen aus. Sind die körperlichen oder seelischen (Langzeit)Folgen erlebter Gewalt nicht mehr zu ertragen, nehmen betroffene Frauen in ihrer Not meist medizinische Hilfe in Anspruch.


Schlüsselrolle Gesundheitswesen

Deshalb sind Einrichtungen des Gesundheitswesens bei häuslicher Gewalt oft die erste Anlaufstelle für Hilfe und Unterstützung. Den medizinischen Berufsgruppen kommt somit eine Schlüsselrolle zu: Bei der Früherkennung von Gewalt als Ursache der Gesundheitsprobleme, bei der Behandlung von akuten und chronischen Folgen sowie bei der Vermittlung an zuständige Hilfseinrichtungen. Um ärztliches und pflegerisches Personal für solche Situationen zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, den Risikofaktor Gewalt zu minimieren, startete im Herbst 2006 das Projekt S.I.G.N.A.L. gegen Gewalt an Frauen in Familie und Partnerschaft.


S.I.G.N.A.L. ein Präventionsprojekt im Gesundheitsbereich

S.I.G.N.A.L. versteht sich als Präventionsprojekt im Gesundheitsbereich. Die interdisziplinären Fortbildungsangebote richteten sich an alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Ziel war es, für die Gewaltthematik zu sensibilisieren und auf die speziellen Bedürfnisse der von Gewalt betroffenen Patientinnen aufmerksam zumachen. Es galt, häusliche Gewalt als Ursache von Verletzungen zu erkennen, Berührungsängste und Unsicherheiten im Umgang mit von Gewalt betroffenen Frauen abzubauen, auf die Wichtigkeit der gerichtsverwertbaren Dokumentation sowie auf weitere Hilfsmöglichkeiten für Patientinnen aufmerksam zu machen. 


Erkennen Behandeln Vermitteln

Unter diesen drei Stichworten sensibilisierte S.I.G.N.A.L. für die Gewaltthematik.

Das Modul "Erkennen von Gewalt" zeigte auf, dass die häusliche Gewalt als Gesundheitsrisiko zu bewerten ist und thematisierte das Ausmaß, die Formen und Folgen häuslicher Gewalt sowie den Gewaltkreislauf.

"Behandeln von Gewalt" setzte sich mit praxisorientierten Materialien zur Gewaltdiagnostik und der gerichtsverwertbaren Dokumentation der Verletzungen auseinander.

Das Modul "Vermitteln bei Gewalt" ging auf das Hilfesystem gegen häusliche Gewalt in Vorarlberg, rechtliche Grundlagen im Opferschutz und praktische Umsetzung der interdisziplinären Kooperation ein.

 

Der S.I.G.N.A.L.-Leitfaden, die medizinische Befunddokumentation, die Notfallkarten in deutscher und türkischer Sprache sowie die Referate der Abschlussveranstaltung finden Sie als druckbare PDF-Dokumente hier:

 

 

 S.I.G.N.A.L. steht für

Sprechen Sie die Patientinnen an
Interview mit kurzen Fragen
Gründliche Untersuchungen alter und neuer Verletzungen
Notieren und dokumentieren Sie alle Befunde und Angaben
Abklären des aktuellen Schutzbedürfnisses der Patientin
Leitfaden mit Notrufnummern und Unterstützungsangeboten anbieten


Schriftgröße

. zu Pressemeldungen 2008


Fact-Box

Ansprechpersonen für das Interreg-Projekt S.I.G.N.A.L.

  • Elisabeth Kiesenebner Bauer
  • Mag. Monika Müller Ganahl


ifs Interventionsstelle Vorarlberg
Drevesstrasse 2/3. Stock
6800 Feldkirch

T 05522/82440
F 05522/82440-20

» E-Mail.