

Röthis, den 4. August 2008
IfS-FrauennotWohnung bietet bei Gewalt gegen Frauen Schutz und Unterstützung
Gewalt passiert mitten unter uns. Beinahe jede fünfte Frau erfährt Gewalt durch ihren Partner. Besonders häufig werden Gewalttaten in den eigenen vier Wänden begangen. Doch Gewalt ist nie privat! Es ist wichtig, Gewalt an Frauen zu erkennen, zu benennen und dagegen zu handeln. Schutz und Unterstützung finden betroffene Frauen und deren Kinder in der IfS-FrauennotWohnung.
(IfS-Pd) Frau K. wird von ihrem Mann erniedrigt, gequält und bedroht. Er schlägt, beleidigt und verhöhnt sie. Als sie die Misshandlungen und Drohungen nicht mehr ertragen kann, flüchtet sie in die IfS-FrauennotWohnung, die rund um die Uhr besetzt ist.
Häusliche Gewalt hat viele Facetten: Neben Schlagen und sexuellen Misshandlungen stellen auch Demütigungen, Drohungen, Verbote und Kontrolle von Sozialkontakten wie Freundschaften und Familienbeziehungen, das Festlegen von Ausgehzeiten, Einsperren oder der Entzug von Haushaltsgeld Gewaltformen dar. Häufig müssen Frauen diese Gewalthandlungen über mehrere Jahre hinweg erdulden, ehe sie es wagen, aus dem Gewaltkreislauf auszubrechen. Oft glauben sie lange daran, dass sich ihr gewalttätiger Partner ändern wird. In Gewaltbeziehungen verlieren Frauen ihren Selbstwert und ihre Wahrnehmung verändert sich. Viele suchen dann die Schuld bei sich selbst. Aber Gewalt ist kein normaler Bestandteil einer Beziehung. Gewalttaten sind strafbare Handlungen innerhalb und außerhalb des privaten Bereichs. Frauen müssen Recht auf Schutz vor männlicher Gewalt haben.
Schutz und Sicherheit
Jedes Jahr suchen und finden Frauen und deren Kinder in der IfS-FrauennotWohnung Schutz vor der Gewalt durch ihre Ehemänner, Lebensgefährten, Väter, Brüder und Bekannten. Wagt eine Frau den mutigen Schritt, aus einer Gewaltbeziehung auszubrechen und ihren Partner zu verlassen, so bietet sich in der IfS-FrauennotWohnung die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen. Hier finden Frauen Raum und Zeit, um herauszufinden, was sie wirklich wollen, wie sie ihr Leben und jenes ihrer Kinder in Zukunft gestalten möchten. Jeder Frau steht eine Beraterin zur Seite, die begleitet, unterstützt und informiert. Dabei vertreten die Mitarbeiterinnen der IfS-Frauennotwohnung den Anspruch, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die Entscheidung liegt alleine bei den betroffenen Frauen und wird von den Beraterinnen mitgetragen egal wie sich die Frau entscheidet.
Kinderbereich in der IfS-FrauennotWohnung
Oft werden auch Kinder Zeugen von Auseinandersetzungen und Gewalt oder sind selbst Opfer davon. In der IfS-FrauennotWohnung kümmert sich eine Mitarbeiterin speziell um die Anliegen und Nöte der Kinder. Viele Kinder erleben hier das erste Mal eine gewaltfreie Umgebung, in der sie sich ungezwungen und ohne Angst bewegen können. In einer angstfreien Atmosphäre können sie ihre Gewalterfahrungen verarbeiten und ihre Trauer über den Verlust ihrer gewohnten Umgebung Raum geben.

Sie sind nicht alleine damit, wenn sie diese Fragen mit JA beantworten müssen.
Gewalt gegen Frauen und deren Kinder ...
... wir helfen, rund um die Uhr, anonym.
Neben telefonischer Kontaktaufnahme ist auch die anonyme IfS-Internetberatung eine Möglichkeit
( http://ifs-beratung.vol.at. )
Schriftgröße