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Bild: Dr. Hubert Löffler

Jugendwohlfahrtseinrichtungen rücken zusammen

Röthis, den 14. Oktober 2008

Dachverband als "hotspot" der Jugendwohlfahrtseinrichtungen wurde gegründet

In einer Auftaktveranstaltung wurde kürzlich die Gründung des neuen Dachverbandes Österreichischer Jugendwohlfahrtseinrichtungen (DÖJ) bekannt gegeben.

Diese Verbindung in Österreich ist längst überfällig. Das Einzelkämpfertum ist in Zeiten starker Vernetzung chancenlos geworden. Vorarlberg wird im neuen Dachverband durch Dr. Hubert Löffler, Leiter der ifs Familienarbeit und Obmann-Stellvertreter des DÖJ, vertreten sein. 

Jene Einrichtungen, die sich im Auftrag der Jugendämter oft jahrelang um  gefährdete Kinder und Jugendliche annehmen, kennen die Lage dieser jungen Menschen am besten und wollen ihnen nun eine hörbare Stimme geben. Gemeint sind Kinder, die in Einrichtungen oder fremden Familien aufwachsen, weil die eigene Familie  über zu wenige Ressourcen für eine gesunde Entwicklung verfügt. Auch jene Kinder werden vertreten, die in ihren eigenen Familien leben und über das Jugendamt eine ambulante Unterstützung der Erziehung erhalten: Für diese ca. 25.000 Kinder in Österreich bildet der neue Dachverband eine Lobby. Und gleichzeitig auch für tausende von MitarbeiterInnen, die sich in mehreren hundert Einrichtungen in allen Bundesländern professionell diesen Kindern und Jugendlichen widmen. Ihre Erfahrungen werden nun gebündelt, damit sie z.B. in das neue Jugendwohlfahrtsgesetz Eingang finden. Viele Institutionen haben bereits ihr Interesse bekundet, aktiv im DÖJ mitzuarbeiten.

Die Gründung des Dachverbandes fällt zeitlich mit den Bemühungen der letzten Regierung zusammen, das Jugendwohlfahrtsgesetz in Österreich neu zu gestalten. VertreterInnen des DÖJ haben bereits in den ministeriellen Arbeitsgruppen zur Reform des Gesetzes mitgearbeitet.

"Welche unserer Anregungen nun berücksichtigt werden, wird sich allerdings erst in den nächsten Monaten zeigen", meint Dr. Hubert Löffler, stellvertretender Obmann des DÖJ.

 


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Fact-Box

Anzahl der Kinder, die von Jugendwohlfahrtsmaßnahmen in Österreich betroffen sind: ca. 25.000, davon ca. 7000 in stationärer Unterbringung.


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