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Familien sind noch immer stark – Erziehung hat sich tiefgreifend gewandelt

Röthis, den 14. Mai 2009

Internationaler Tag der Familie am 15. Mai

 

Überforderte Eltern und bockige Kinder, die keinen Respekt vor Erwachsenen zeigen? Das kürzlich in Deutschland publizierte Generationen-Barometer 09 liefert ein deutlich anderes Bild. Die Familie ist auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten ein sicherer Hafen, wenn sich auch die Erziehung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewandelt hat.

 

Die Familie ist eine zentrale Säule unserer Gesellschaft , betont ifs Geschäftsführer Dr. Stefan Allgäuer. Und wird wie das deutsche Generationen-Barometer zeigt deutlich besser beurteilt als oft angenommen. Wesentlich dafür, wie gut der Zusammenhalt in einer Familie ist, ist der Faktor Zeit, betont Allgäuer. Dort, wo Familien viel Zeit miteinander verbringen, wo die Mitglieder Zuneigung und Liebe erfahren, dort ist der Zusammenhalt besonders groß. Und es wird weniger über Erziehungsprobleme geklagt. Deshalb ist es wichtig, in allen vielfältigen Formen Familien zu stärken , stellt  der ifs Geschäftsführer  fest, und es ist wichtig, dass Familien in allen Lebenslagen Unterstützung erfahren.

 

Bemerkenswert ist laut Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach der Wandel in der Familie im Umgang mit dem Nachwuchs. Kinder bilden heute mehr als früher den Mittelpunkt der Familie. Sie erfahren deutlich mehr Zuwendung und Förderung als früher, werden stärker als eigenständige Persönlichkeiten respektiert und haben deutlich mehr Freiheiten als die Generation ihrer Eltern und Großeltern.


Breiter Wandel der Erziehungsziele

Die neue Studie, in der 2.200 Personen ab 16 Jahren zu ihren familiären Beziehungen befragt wurden, zeigt eine eindrückliche Veränderung der Erziehungsstile: Zwar stehen Pünktlichkeit, gutes Benehmen und Ordnung auch noch heute hoch im Kurs. Sie werden aber durch Werte wie Selbstbewusstsein, Entfaltung der persönlichen Fähigkeiten, gute Bildung und Durchsetzungsvermögen ergänzt. In der Erziehung der Eltern spielten diese Ziele noch eine geringere Rolle. Allgäuer ist überzeugt, dass diese in Deutschland erstellte Studie auch für unser Land zutrifft. & Dass die Ergebnisse dieser Studie auch auf Vorarlberg übertragbar sind.

 

Weniger Drill mehr Debatten

Auch die Erziehungsstile haben sich tiefgreifend verändert. Körperliche Strafen sind selten geworden. Gewalt ist für heutige Familien keine Mittel der Erziehung mehr. Während noch jeder 60-Jährige mit Ohrfeigen bestraft wurde, ist dies nur bei 23 Prozent der Unter-30-Jährigen der Fall. Umgekehrt berichten zwei Drittel dieser Altersgruppe, aber nur ein Drittel der 60-Jährigen und Älteren, dass die Eltern auf das Fehlverhalten der Kinder vor allem mit Diskussionen reagierten.


Nur acht Prozent der Eltern fühlen sich in Erziehungsfragen häufiger unsicher. Und während rund ein Drittel der befragten Eltern ihren Einfluss auf die Erziehung für ausreichend halten, empfinden 80 Prozent der befragten Eltern von Kindern unter 16 Jahren ihren Einfluss als groß genug.


Vor allem bei der Frage nach den Kindheitserinnerungen wird ein Wandel deutlich: So haben nach der Studie 61 Prozent der unter 30-Jährigen von ihren Eltern viel Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen, dagegen nur ein Drittel der 60-Jährigen und Älteren. Jeder zweite unter 30 Jahren berichtet, dass die eigenen Interessen durch die Eltern stark gefördert wurden - eine Erfahrung, die nur jeder fünfte 60-Jährige im Elternhaus gemacht hat. 
 

Zeit mit Vätern fehlt nach wie vor

Ein weiterer Befund der Studie: Eltern investieren mehr Zeit in ihre Kinder, und zwar Väter wie Mütter. Dabei wird jedoch vor allem die Zeit, die mit den Vätern verbracht wird, noch von vielen Kindern als zu wenig empfunden. Auch bei den Eltern sind es vor allem die Väter, die sich mehr Zeit für ihre Kinder wünschen: 46 Prozent der Väter im Gegensatz zu 20 Prozent der Mütter.


Insgesamt wird Erziehung von Eltern heute als bereichernd, aber auch als anstrengend empfunden. 47 Prozent der Eltern haben den Eindruck, dass es in den letzten Jahren schwieriger geworden ist, in dem heutigen gesellschaftlichen Umfeld Kinder zu erziehen. 62 Prozent der Eltern kritisieren, dass das, was Eltern heute leisten, in der Gesellschaft zu wenig anerkannt wird.


ifs unterstützt in Krisenzeiten

Eltern begegnen ebenfalls anderen erzieherischen Herausforderungen als früher: Hier wurden vor allem Medienkonsum von Kindern, früher Kontakt mit Alkohol und Zigaretten, Bewegungsmangel und Übergewicht genannt. Auch Defizite bei der Vermittlung von Werten, Orientierungen und klaren Regeln machen den Eltern zu schaffen.


All diese Themen fordern Familien heraus. Manche Schwierigkeiten lassen sich aus eigener Kraft überwinden, doch manches Mal erscheinen Situationen ausweglos, erscheint eine Veränderung nicht alleine zu bewältigen , weiß der ifs Geschäftsführer Dr. Stefan Allgäuer. Dann sollten Familien sich nicht scheuen Hilfe von außen z.B. auch vom ifs in Anspruch zu nehmen.

 


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