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Urlaubsplanung mit der Familie

Urlaubsplanung mit der Familie

Röthis, den 1. Juli 2009

Der Sommerurlaub ist oft mit hohen Erwartungen verbunden. Eine der schönsten Zeiten des Jahres soll es sein, alle Familienmitglieder sollen es schön haben und am besten wäre, die Eltern könnten sich dabei auch noch erholen …

„Am wichtigsten ist, dass die Entscheidung darüber, wohin es geht und was man macht, von allen gemeinsam getroffen wird.“, rät Dr. Ruth Rüdisser, Psychologin, und Leiterin der ifs Beratungsstelle in Bregenz. „Vor allem die Partner sollten ihre Erwartungen auf den Tisch legen und je nach Alter der Kinder werden auch noch ihre Vorstellungen miteinbezogen.“ Ab dem Schulalter sei es schon möglich, mit den Kindern gemeinsam zu planen. Der Klassiker mit Baden, Strand, Sonne und Meer ist nach wie vor noch der Renner unter den Familienurlauben. Die Kinder können das meist sehr genießen, was dann auch für Eltern sehr schön sein kann. Dennoch empfiehlt Rüdisser Eltern, die gerne auch Städtereisen oder Erlebnis-Trips machen würden, vorerst den Gedanken daran nicht gänzlich zu streichen. „Es kommt auf das Kind oder die Kinder an. Mit vielen funktioniert das sehr gut – man muss es einfach ausprobieren.“ Die schönsten Urlaube ergeben sich oft dann, wenn man am wenigsten damit rechnet.

Auch getrennte Urlaube sind für Rüdisser keinesfalls tabu. „Wenn die Interessen zu stark divergieren, macht es durchaus Sinn, dass man die Familie in zwei unterschiedliche Ferienziele aufteilt.“ Mutter reist mit Tochter zum Beispiel nach Italien oder Griechenland, Vater und Sohn radeln in der Steiermark. Rüdisser weiter: „Für Kinder ist es ohnehin ein Highlight, Zeit mit einem Elternteil alleine verbringen zu können – besonders wenn es mehr als ein Kind in der Familie gibt.“ Wichtig sei nur trotzdem, gemeinsame Ferienzeit einzuplanen, in der alle zusammen sind, denn oft bleibe das ganze Jahr wenig davon.

Wenn es einmal nicht möglich sein sollte, im Urlaub wegzufahren, sieht Rüdisser die perfekte Lösung in einer gut organisierten Feriengestaltung zuhause: „Es muss geklärt sein, wer den Haushalt macht, ob man vor hat zu Kochen oder Essen zu gehen und wer für welche Dinge zuständig ist. Fein wäre es natürlich, diese Arbeiten möglichst gering zu halten. Dann kann man schöne Aktivitäten einplanen.“ Wenn man das ganze Jahr über schon Plätze sucht, die Urlaubsstimmung ausstrahlen, ist das natürlich eine ideale Basis – oder man stellt das Campingzelt einmal im Garten auf! Und Vorarlberg hat viel zu bieten.

Ein weiteres Thema in Zusammenhang mit Urlaub kann auch die Erholung der Eltern sein, die oft zu kurz kommt. Rüdisser: „Es ist enorm wichtig für die Eltern, exklusive Paarzeiten einzuplanen. Ideal wäre ein kleiner Urlaub zu zweit. Tut man das nie, rächt sich das irgendwann.“ Wenn man eine gute Alternativbetreuung etwa in Form der Großeltern hat, ist das ja auch für die Kinder eine schöne Zeit. Und die Eltern können ihre Beziehung auffrischen und sich erholen. „Oft haben Eltern Trennungsschmerz und/oder ein schlechtes Gewissen. Aber es ist doch schön, wenn man das spürt! Und wenn man sich dann auch auf ein Wiedersehen freuen kann. Dazu muss man auch wissen, dass viele Paare bei uns in Beratung sind, weil sie auf exklusive Zeit als Paar immer total verzichtet haben.“, plädiert Rüdisser auf Auszeiten zu zweit.


Info: Dieser Text Text wurde für die Homepage des Bundesministeriums für Familie & Jugend verfasst
http://www.familienberatung.gv.at/start/urlaubsplanung.


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